Hadjar und sein RB22 haben in der letzten Trainingssession für den Grand Prix von Belgien am Samstagmittag für eine kuriose Szene gesorgt. Auf dem Weg raus aus der ohnehin kurzen Boxengasse streikte das Auto plötzlich. Der Red Bull hatte sich in den Anti-Stall-Modus geschaltet, dieser soll ein plötzliches Absterben verhindern. Trotzdem ging nichts mehr, rollte Hadjars Gefährt aus.
Die Red-Bull-Mechaniker kamen daraufhin angelaufen und schoben den Red Bull zurück in die Box – bei laufendem Betrieb im Freien Training. Die Szene hatte sich nach gut 20 Minuten der einstündigen Session ereignet. Danach konnte der Franzose im zweiten Red Bull zwar wieder auf die Strecke fahren, beschwerte sich aber mehrmals am Funk über fehlenden Grip. Es reichte schließlich für Rang zehn und 1,16 Sekunden Rückstand.
Derweil sorgte Ferrari-Star Lewis Hamilton bei auslaufender Uhr für eine echte Schrecksekunde, verlor sein Auto an derselben Stelle, an der auch Alpine-Fahrer Pierre Gasly am Freitag schwer abgeflogen war. Der Siebenfach-Weltmeister konnte seinen Ferrari noch abfangen, einen heftigen Einschlag vermeiden, touchierte aber mit dem rechten Hinterrad die Leitplanke und musste seinen Boliden daraufhin abstellen. Die Session ging unter Gelber Flagge zu Ende. Hamilton klassierte sich als Fünfter.
Die Bestzeit war derweil an den WM-Führenden Andrea Kimi Antonelli mit 1:45,990 Minuten. Der Mercedes-Pilot hängte McLaren-Fahrer Lando Norris (+0,139) und Vierfach-Weltmeister Max Verstappen im Red Bull (+0,148) ab. George Russell im zweiten Mercedes wurde Vierter (+0,367).
Mit Respektabstand folgten dann Charles Leclerc im zweiten Ferrari als Sechster (+0,760), sowie McLaren-Pilot Oscar Piastri (+0,795). Die Audis von Nico Hülkenberg als Achter und Gabriel Bortoleto auf Rang neun waren derweil die größten Überraschungen gewesen.
Das Qualifying zum Grand Prix von Belgien steigt dann am Samstag um 16 Uhr.