Max Verstappen zeigte mit der Bestzeit im ersten Freien Training zum Grand Prix von Belgien auf. Nach dem Umbau des Macarena-Flügels auf einen herkömmlichen Heckflügel mit klassischem Klappmechanismus fuhr der Vierfach-Weltmeister wieder die Bestzeit. Sein Teamkollege Isack Hadjar landete im ersten Freien Training auf dem guten vierten Platz.
Allerdings droht dem Franzosen am Sonntag im Großen Preis eine harte Aufgabe. Denn Hadjar wird wohl aus der letzten Startreihe, womöglich sogar vom 22. und letzten Platz aus, ins Rennen gehen, kassiert eine hohe Gridstrafe. All das ist unabhängig von seinem Qualifying-Ergebnis am Samstagnachmittag.
Der Grund dafür: Bei Hadjar werden alle Komponenten des Antriebsstrangs ausgetauscht, bei mehreren Teilen – etwa dem Verbrennungsmotor, dem Turbolader oder dem Auspuffsystem – liegt der Franzose damit außerhalb der vier erlaubten Komponenten. Der Einbau des jeweils fünften Teils im Saisonverlauf hat damit auch eine Strafversetzung zur Folge. Pro neuem Teil werden Hadjar zehn Plätze aufgebrummt. Das heißt, er wird wohl vom letzten Platz starten. Außer, ein anderer Pilot baut ähnlich umfangreich um.
Schon im Vorfeld hatte McLaren bekannt gegeben, bei Weltmeister Lando Norris die Leistungselektronik auszutauschen. Das bringt auch für den Briten eine Strafversetzung mit sich – um zehn Plätze. Und auch bei Aston-Martin-Fahrer Lance Stroll werden in großem Umfang die Komponenten des Antriebsstrangs ausgetauscht. Für den Kanadier war aber ohnehin nur ein Startplatz weit hinten in Griffweite.
Dass die Teams nun in Spa so umfangreich Komponenten wechseln und Strafen in Kauf nehmen, ist kein Zufall. Auf dem Ardennen-Kurs sind Überholmanöver eher leicht möglich. Vor allem im Vergleich zu den Kursen in Budapest und Zandvoort, die als Nächstes folgen werden. Gerade Hadjar und Norris sollten mit ihren Boliden im hinteren Feld durchaus Vorteile haben und leichter wieder nach vorne kommen können.