Wo liegt die Zukunft von Formel-1-Star Max Verstappen? Diese Frage beschäftigt die Formel 1 gerade besonders. Klar ist: Verstappens Vertrag läuft bis Jahresende 2028, enthält aber eine Ausstiegsklausel, die in der Sommerpause greift, weil Verstappen jedenfalls nicht unter den Top Drei der Fahrer-Weltmeisterschaft liegen wird. Das ist rechnerisch bereits besiegelt.
Damit kann der Niederländer aus seinem Bullen-Vertrag aussteigen, sofern er das möchte. Und kann sich mit einer Entscheidung bis in den Oktober hinein Zeit lassen.
Auf seine Zukunft angesprochen, gab sich der Niederländer am Donnerstag, vor dem Start ins Rennwochenende von Spa, äußerst wortkarg. Es waren elf Wörter, die die Antworten auf drei Fragen bildeten. Und die Kernaussage davon: Nichts.
Tom Clarkson, der stets durch offizielle Pressekonferenzen der Formel 1 führt, sprach Verstappen überraschend investigativ auf dessen Zukunft an. "Gibt es denn ein Update, das du uns geben kannst?", fragte er. Die Antwort des Vierfach-Weltmeisters: "Nein." Clarkson bohrte nach: "Was hältst du von den Spekulationen?" Die Antwort des Niederländers darauf: "Nichts."
Gesprächiger wurde der 28-Jährige dann, als Clarkson noch einmal nachhakte: "Hast du also ein Datum im Kopf?" Auch darauf blieb der Formel-1-Star vage: "Nein. Es gibt nichts zu sagen von meiner Seite." Das waren elf Wörter bei drei Fragen.
Es ging dann noch ein wenig weiter, ohne aber signifikant Neues ans Licht zu bringen. Als Verstappen gefragt wurde, ob das nun bedeute, dass er sich zu Red Bull bekenne, erneuerte Verstappen: "Da gibt es nichts zu sagen."
Bemerkenswert sind die Verstappen-Aussagen aus dem einfachen Grund, dass er sich trotz des laufenden Vertrags nicht zu Red Bull bekannte. Es gab keine Erwähnung des Arbeitspapiers bis 2028, kein Vermerk auf die laufende Zusammenarbeit, keine Floskeln, dass er ohnehin bei Red Bull unter Vertrag stehe. Das ist vor allem deshalb verwunderlich, weil Verstappen zumindest in den letzten Jahren, als es ähnliche Gerüchte bereits gegeben hatte, stets betonte, dass er sich wohlfühle bei den Bullen, für die er mittlerweile auch schon elf Jahre fährt.
"Ich möchte mich hier nicht zu meiner Zukunft äußern. Weder Ja, noch Nein, noch dies oder das. Ich habe schon oft gesagt: Wenn es etwas Neues zu meiner Zukunft zu sagen gibt, werde ich das selbst tun."
All das erfolgt vor den Spekulationen rund um die Verstappen-Zukunft. Mercedes hatte jahrelang großes Interesse am Niederländer, scheint jetzt aber mit Andrea Kimi Antonelli und George Russell gut aufgestellt zu sein. Hier wäre Russell eher der Streichkandidat. Zuletzt geisterte hingegen eine mögliche baldige Einigung mit McLaren herum, dann müsste wohl Oscar Piastri gehen. Immerhin: Sein nunmehriger Vertrauensmann Gianpiero Lambiase wechselt künftig zu McLaren.