Verstappen hat es gerade schwer in der Formel 1. Sein Red-Bull-Team kann ganz vorne nicht mitfahren. Der Vierfach-Weltmeister dümpelt im vorderen Mittelfeld herum – mit Ausreißern wie Platz zwei beim Bullen-Heimspiel am Red Bull Ring. Rang sieben in der Fahrer-WM und eine bisher sieglose Saison ließen auch die Wechselgerüchte laut werden. Der Niederländer wurde jüngst mit einem Abgang zu McLaren in Verbindung gebracht. Klar ist: Seine vertraglich verankerte Ausstiegsklausel greift jedenfalls, der Formel-1-Superstar könnte also aus seinem bis zum Jahresende 2028 laufenden Kontrakt aussteigen.
Auf Verstappen angesprochen, hatte Formel-1-Altmeister Fernando Alonso jüngst für Aufsehen gesorgt. Der ergriff gegenüber "Mundo Deportivo" nämlich Partei für den Niederländer. Auch Verstappen als aktuell bester Fahrer im Feld könne ohne einen konkurrenzfähigen Boliden wenig ausrichten. "Max Verstappen ist der beste Fahrer im Feld. Und dieses Jahr wird er wahrscheinlich Fünfter oder Sechster werden. Ich weiß nicht, ob die Formel 1 in dieser Hinsicht nicht etwas unfair ist", erklärte Doppel-Weltmeister Alonso. Und ergänzte: "Es macht keinen Sinn, Zeit damit zu verschwenden, das Menschen zu erklären, die das gar nicht verstehen wollen."
Mit Alonsos Ausführungen konnte Damon HIll, Weltmeister von 1996 und aktuell Analytiker beim britischen "Sky"-Ableger, allerdings nur wenig anfangen. Der 65-Jährige trat schon in der Vergangenheit immer wieder als scharfer Verstappen-Kritiker auf und schoss auch nun in Richtung des 28-Jährigen. "Was für ein riesiger Blödsinn. Ich bin deutlich anderer Meinung als Fernando Alonso", kommentierte Hill auf Instagram.
Schon zuletzt hatte der Brite mit Blick auf Verstappens anhaltender Kritik an der Rennserie, Stichwort Energiemanagement, gegen den Niederländer geschossen: "Ich glaube, wenn man nicht glücklich ist, wenn man etwas tut, sollte man aufhören und etwas anderes tun. Man ist nicht verpflichtet, etwas zu tun", so Hill.
Er ergänzte: "Max muss das nicht tun. Er ist Jungpapa, macht das schon eine Zeit lang. Irgendwann verliert ein Kaugummi seinen Geschmack, er braucht vielleicht eine Pause." Mit Blick auf Verstappens anhaltender Kritik an der Rennserie meinte der Ex-Weltmeister dann: "Wenn er das sagt, um sich in der aktuellen Situation Vorteile zu verschaffen, glaube ich nicht, dass das funktionieren wird. Da werden die Leute nur sagen: ,Max, geh weg und komm wieder, wenn du darüber nachgedacht hast.' Man bekommt nicht immer das, was man möchte", so der 65-Jährige.