Martin Fraisl ist vereinslos. Der deutsche Zweitligist hat den Vertrag mit dem österreichischen Keeper aufgelöst – einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung, wie es heißt.
Hintergrund soll ein Vorfall in der Kabine im Vorfeld des Matches gegen Holstein Kiel am 20. Dezember sein. Klub-Boss Jürgen Machmaier sagte: "Es wurden die Werte von Sandhausen mit Füßen getreten, Grenzen überschritten." Fraisl wurde daraufhin suspendiert. Machmaier kündigte an: "Er wird hier nicht mehr spielen."
Fraisl wehrte sich gegen diese Darstellung. In der "Krone" wurde er zitiert: "Das ist einfach absolut falsch, ein Schwachsinn. Mehr darf ich nicht sagen."
Der Vertrag des 27-Jährigen wäre noch bis 2022 gelaufen. Er war im Sommer 2019 vom rumänischen Klub FC Botosani gekommen. Bis zu besagtem Vorfall war er Einsergoalie von Sandhausen.
Für Fraisl ist das Sandhausen-Aus doppelt bitter. Sollte er nicht rasch einen neuen Arbeitgeber finden, ist der EURO-Zug für ihn abgefahren. Zuletzt hatte ihn Teamchef Franco Foda auf die Abrufliste des ÖFB-Teams gesetzt.