Der Fall von Mackenzie Shirilla zählt zu den bekanntesten Kriminalfällen der vergangenen Jahre im US-Bundesstaat Ohio. Die heute 21-Jährige sitzt wegen zweifachen Mordes eine lebenslange Haftstrafe ab.
Nun sorgt die verurteilte Todesfahrerin für Schlagzeilen – mit ihren Zukunftsplänen nach dem Gefängnis.
Am 31. Juli 2022 wurden Polizisten in Strongsville auf ein verheerendes Unfallbild aufmerksam. Vor Ort fanden die Beamten einen völlig zerstörten Toyota Camry sowie die zertrümmerte Außenwand eines Bürogebäudes vor.
Im Fahrzeug befanden sich damals die 17-jährige Fahrerin Mackenzie Shirilla, ihr Freund Dominic Russo (†20) und Footballspieler Davion Flanagan (†19). Für die beiden jungen Männer kam jede Hilfe zu spät. Mackenzie überlebte den Aufprall schwer verletzt und musste mit zahlreichen Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden.
Die anschließenden Ermittlungen ergaben laut Behörden, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall handelte. Ausgewertete Fahrzeugdaten zeigten, dass die Jugendliche den Wagen auf rund 160 km/h beschleunigt hatte, bevor sie frontal gegen eine Backsteinwand raste.
Rund ein Jahr nach dem tödlichen Crash wurde Shirilla wegen zweifachen Mordes schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte zwei lebenslange Freiheitsstrafen, die parallel verbüßt werden.
Jetzt sorgt eine Tonaufnahme aus dem Gefängnis für Diskussionen. Wie TMZ berichtet, sagte die Insassin des "Ohio Reformatory for Women" in einem Gespräch mit ihrer Mutter Natalie: "Ich will Lebenscoach werden."
Im Zuge des Verfahrens nahmen die Ermittler auch die Beziehung zwischen Shirilla und ihrem Freund Dominic Russo genauer unter die Lupe. Laut Staatsanwaltschaft war das Verhältnis der beiden von wiederkehrenden Streitigkeiten geprägt.
Ein Zeuge erklärte vor Gericht zudem, die junge Frau habe bei einer früheren Auseinandersetzung damit gedroht, ihren Partner zu töten.
Besonders belastend waren für die Anklage die GPS-Daten des Unfallwagens. Diese sollen gezeigt haben, dass Shirilla die spätere Unfallstrecke bereits wenige Tage vor dem tödlichen Zusammenstoß abgefahren war.
Trotz ihrer Verurteilung weist die heute 21-Jährige weiterhin jede Schuld von sich. In der kürzlich veröffentlichten Netflix-Dokumentation "The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird" beteuerte sie ihre Unschuld und erklärte, sie werde bis zuletzt für ihre Freilassung kämpfen.
Eine erste Möglichkeit auf Bewährung hat Mackenzie Shirilla frühestens im Oktober 2037.