Das Landgericht Wuppertal hat einen 25-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig.
Der Mann hatte im April 2025 in Remscheid eine junge Frau totgefahren. Zuvor hatte er auf einem Fest Alkohol getrunken und sich dann ans Steuer seines hochmotorisierten Luxusautos gesetzt.
Er raste durch den Stadtteil Lennep, um mit seinem Fahrzeug anzugeben. Beim Versuch, besonders spektakulär anzufahren, brach das Heck seines Autos unkontrolliert aus.
Der 25-Jährige geriet auf den Gehweg und erfasste ungebremst mit etwa 60 Stundenkilometern eine 17-Jährige und eine 19-Jährige. Die 19-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie einige Tage später starb. Die 17-Jährige überlebte mit schweren Verletzungen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann mit bedingtem Vorsatz handelte. Das Risiko des unkontrollierbaren Ausbrechens habe ihn nicht davon abgehalten, das Auto höchstmöglich zu beschleunigen.
Die Richter stellten fest, dass der Angeklagte eine hochgefährliche Fahrweise wählte, die für ihn nicht mehr beherrschbar war. Er brach das Fahrmanöver nicht ab, sondern setzte es bewusst fort. Die Kammer sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an.