Es ist eine schreckliche Tragödie die sich auf einer Kreuzfahrt der "Hondius" abspielte. An Bord des Schiffs kam es zu einem Hantavirus-Ausbruch. Drei Passagiere starben, drei wurden evakuiert. Die übrigen Passagiere und Crewmitglieder mussten vor Kap Verde ausharren, da man nicht anlegen durfte.
Am Mittwoch brach die "Hondius" dann endlich in Richtung der Kanarischen Inseln (Spanien) auf. Eintreffen soll das Schiff gegen Sonntag. Nach Angaben des Regionalpräsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo, wird das Schiff "vor der Küste" Teneriffas vor Anker gehen. Dann dürfen auch die übrigen Passagiere wieder aufs Festland.
Die Evakuierung der Passagiere werde mit "einem Boot oder einem kleinen Schiff erfolgen". Es soll die Passagiere seinen Angaben zufolge von dem Kreuzfahrtschiff abholen und sie direkt zum nahegelegenen Flughafen Teneriffa Süd bringen. "Auf keinen Fall werden die Passagiere das Schiff verlassen, bevor die Flugzeuge am Flughafen sind", fügte Clavijo hinzu. Auf der Insel wolle man demnach keine Epidemie riskieren.
Wie weit das Schiff aktuell noch von seinem Ziel entfernt ist, könne man aktuell nicht sagen. Schon seit mehreren Stunden gibt es weder auf VesselFinder noch auf MarineTraffic ein Signal von der "Hondius".
Es scheint, als wäre das sogenannte AIS, welches Kurs, Geschwindigkeit und Position übermittelt, abgedreht worden – was grundsätzlich verboten ist. Wie die "Bild" berichtet, könne ein Kapitän das System jedoch für eine Zeit lang deaktivieren, sollte Gefahr drohen.
Vor allem in Piratengewässern wäre dies der Fall. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Behörden eine Deaktivierung des AIS angeordnet haben.