Sein Champions-League-Debüt hätte Carlos Coronel gerne unter anderen Umständen gefeiert. Am Mittwochabend wurde der Brasilianer von Red Bull Salzburg eingewechselt, weil sich Einserkeeper Cican Stankovic in der Anfangsphase verletzt hatte – Verdacht auf Muskelfaserriss.
Es gibt einfachere Aufgaben für einen 22-Jährigen, als beim Stand von 0:1 vor vollem Haus gegen das Weltklasse-Team Napoli eingewechselt zu werden.
Er machte seine Sache gut. Beim 1:2 durch Dries Mertens und dem abgefälschten Schuss von Lorenzo Insigne zur 2:3-Niederlage war er chancenlos.
Zum Gesprächsthema machten ihn weder Paraden noch Patzer sondern ein viel oberflächlicherer Grund. Der Brasilianer sieht einem Landsmann zum Verwechseln ähnlich.
Niemand geringeres als Nationalteam-Goalie Alisson Becker teilt sich mit Coronel augenscheinlich den Friseur und den Barbier. Auch die Statur der beiden Goalies ist ähnlich.
Im Netz sorgten die frappanten Parallelen der Champions-League-Gruppengegner für Belustigung. Auch bei britischen Zuschauern. Die verwenden dafür übrigens denselben Begriff wie wir: Doppelgänger.
Coronel ist einen Zentimeter größer. Der um fünf Jahre ältere Alisson macht das mit seinem Trophäenschrank wett. Er ist amtierender Champions-League-Sieger, gewann mit dem Nationalteam die Copa und wurde in beiden Bewerben zudem zum besten Torhüter gewählt.
Kurios: Am 10. Dezember könnte es zum direkten Duell kommen. Dann gastiert Liverpool im Rückspiel der Gruppenphase in der Mozartstadt. Salzburg hofft natürlich, dass ÖFB-Teamkeeper Cican Stankovic dann längst wieder fit ist.