Vettel-Fehler, Boss krank! Aktie von Ferrari stürzt ab

Nach Sebastian Vettels Patzer im Formel-1-Rennen von Hockenheim steigt der Druck auf den Deutschen. Ferrari kämpft auch mit einem Krankheits-Drama.
Ein "kleiner Fehler" mit fatalen Auswirkungen, und ein Spitals-Drama um den Konzernboss! Sebastian Vettel rutschte beim Formel-1-Rennen in Hockenheim von der Strecke, warf damit seinen ersten Heimsieg und die WM-Führung weg. Italiens Presse erhöht nun den Druck auf den Deutschen. Gleichzeitig ist Ferrari-Boss Sergio Marchionne schwerkrank. Das schickt die Aktie der "Roten Göttin" auf Talfahrt.

Kritik an Vettel



"Man kann eine WM-Chance nicht so verschwenden", tobt die "Gazzetta dello Sport". "Vettel hat von einem kleinen Fehler mit gravierenden Folgen gesprochen. Nein, sein Fehler ist verheerend und kann zum Verlust des WM-Titels beitragen. Ferrari hat ihm ein außerordentliches Auto in die Hand gegeben, doch er hat die gute Siegesgelegenheit verschwendet." Der "Corriere dello Sport" glaubt: "Dieser Fehler könnte ihm sehr teuer zu stehen kommen."

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Nur eine Seite des Dramas, das sich gerade bei Ferrari abspielt. Viel tragischer ist, dass Sergio Marchionne nach einer Operation wohl nie wieder in den Chef-Sessel zurückkehren wird. Italienische Medien berichten von Komplikationen bei einer Operation Ende Juni. Der 66-Jährige soll im irreversiblen Koma liegen. 14 Jahre hatte der Italiener den Fiat-Konzern geführt, zu dem auch Ferrari gehört. Jetzt übernimmt der Brite Mike Manley, bisher Vorstandsboss der Chrysler-Tochtermarke Jeep, die Konzernführung. Louis Carey Camilleri steht nun bei Ferrari an der Spitze.

Aktie stürzt ab



Die schlechten Nachrichten aus Maranello haben zu einem Kurssturz der Ferrari-Aktie geführt. An der Mailänder Börse stürzten die Wertpapiere der PS-Schmiede am Montag bis zu Mittag um vier Prozent ab. Der langjährige Ferrari-Boss Luca di Montezemolo ist sicher, dass Camilleri weiter für Erfolg im Motorsport-Bereich sorgen wird: "Camilleri ist ein Manager mit großen Fähigkeiten und internationaler Erfahrung, wie seine erfolgreiche Karriere bei Philip Morris bezeugt. Ich bin sicher, dass er auch bei Ferrari viel leisten wird. Er ist seit jeher ein Ferrari-Fan. Seine Ernennung zum Ferrari-Chef hat mich erfreut." (heute.at)

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