Vettel nach Aufholjagd: "Ich habe es genossen"

Sebastian Vettel strafte seine Kritiker Lügen! Der Deutsche Ferrari-Star belegte in Hockenheim Rang zwei – nach einem furiosen Grand Prix.
Sebastian Vettel hat bei Ferrari einen schweren Stand. Sei 2015 fährt der Formel-1-Routinier für die "Scuderia", auf einen WM-Titel müssen die Fans nach wie vor warten. Auch heuer schaut es für den stolzen Rennstall nicht gut aus. Nach elf Rennen steht Ferrari noch ohne Sieg da – und so auch Vettel.

Beim Grand Prix von Deutschland gelang dem 32-Jährigen aber eine Gala-Vorstellung. Vettel ging als Letzter ins Rennen – und pflügte sich mit mutiger Taktik, feinen Überholmanövern und ein bisschen Glück auf Rang zwei vor. Tausende Fans jubelten dem vierfachen Ex-Champion zu.

"Immer, wenn ich jemanden überholt habe, sind die Leute aufgesprungen", freute sich der Heppenheimer. "Ich musste konzentriert bleiben und habe es wirklich genossen."

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Vettel merkte schon früh im Rennen, dass trotz des miserablen Startplatzes nichts verloren ist. "Mit der ersten Runde war ich zufrieden, dann habe ich mir gesagt: 'Komm schon, du musst vorwärts kommen, sonst gleitet uns das Rennen aus den Händen.' Dann flogen Leute ab und das Safety-Car kam. Ich dachte mir, dass ich die Herangehensweise von David Coulthard wählen sollte. Er war bei diesen Bedingungen immer schnell, vielleicht nicht so spektakulär. Und plötzlich waren wir dabei."

Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten blieb Vettel auf der regennassen Strecke ohne groben Fehler. "An Tagen wie diesen gibt es größere Chancen, aber man weiß nie, was passieren wird. Wenn man als Letzter startet, hat man nichts mehr zu verlieren, weil es schlechter nicht mehr geht. Deshalb bin ich offen an das Rennen herangegangen und wollte Spaß haben."



Vettel hofft, dass ihm Rang zwei wieder etwas Kredit bei den Tifosi einbringt. "Ich bin genauso ungeduldig wie alle, um die Ergebnisse zu erzielen. Aber wir müssen geduldig sein. Ich hoffe, dass uns auch die Öffentlichkeit diese Geduld und die Zeit zusteht. Diesbezüglich fühlt es sich wie ein kleiner Sieg an." (ee)

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