Sport

Vettel nach Ricciardo-Sieg auf Team angefressen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:26

Der sensationelle Triumph von Daniel Ricciardo beim Großen Preis von Ungarn am Hungaroring löste bei Red Bull nicht nur Jubel aus. Der heuer noch immer sieglose Sebastian Vettel übte nach dem Rennen Kritik am eigenen Team. Doch auch für den Australier lief der Grand Prix nicht ohne Probleme ab.

beim Großen Preis von Ungarn am Hungaroring löste bei Red Bull nicht nur Jubel aus. Der heuer noch immer sieglose Sebastian Vettel übte nach dem Rennen Kritik am eigenen Team. Doch auch für den Australier lief der Grand Prix nicht ohne Probleme ab.

Der vierfache Weltmeister läuft weiterhin dem ersten Sieg der Saison 2014 hinterher. Da ist es für den erfolgsverwöhnten Deutschen natürlich besonders bitter, wenn ausgerechnet der Stallrivale schon zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Grand Prix gewinnt und damit der einzige Pilot ist, dem dies nicht in einem Mercedes gelang. Für Vettel, der am Ende des dramatischen Rennens Siebenter wurde, hatte seine verpasste Siegchance mehrere Gründe.

Nach dem Start lag der Titelverteidiger auf dem dritten Platz. Der Crash von Marcus Ericsson löste die erste Safety-Car-Phase des Rennens aus. Für die Piloten an den ersten vier Positionen (Rosberg, Bottas, Vettel und Alonso) wurde die Gelbphase zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgerufen, als sie bereits an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren waren. "Damit war die beste Position weg, Daniel kam dann mit ein bisschen Abstand als Erster an die Box", erklärte Vettel.

Fehler beim Restart

Das nächste Malheur folgte beim Restart. "Beim Restart haben wir es klasse hinbekommen und man hat mich in einem Mapping gelassen, bei dem ich keine Batterie hatte. Im Prinzip hatte ich nur die Leistung vom Motor, was natürlich grandios war, um zwei Plätze zu verlieren", ätzte der Weltmeister gegen die Red-Bull-Ingenieure.

Endgültig vorbei war es mit einer Spitzenplatzierung nach dem Dreher in der 33. Runde, der fast mit einem Einschlag in der Boxenmauer geendet hätte. "Das hat er großartig abgefangen. Leider hat das die Reifen zerstört und seine Strategie beeinflusst", erklärte Teamchef Christian Horner. Vettel meinte allerdings frustriert: "Es hat im Endeffekt aber nicht den Bock fett geschossen, ich denke, ein Platz mehr wäre vielleicht drin gewesen."

Schrecksekunde für Ricciardo

Horner kann den Frust des Champions nachvollziehen. "Ich glaube, heute war es einfach die Frage, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein", sagte der Brite. Ricciardo hatte dieses Glück, auch wenn bei ihm auch nicht alles glatt lief. "Es hätte früh zu Ende sein können. Ich hatte eine Schrecksekunde in der Mitte des Rennens. Ein paar Runden lang hatten wir ein paar Probleme und es fehlte uns an Leistung, daher musste ich ein bisschen wild an den Knöpfen spielen", berichtete der Rennsieger.

Mit sensationellen Überholmanövern gegen Lewis Hamilton und Fernando Alonso erkämpfte sich der Australier in der Schlussphase seinen zweiten Grand-Prix-Sieg. "Es hat sich unglaublich angefühlt. Ich denke, der erste Sieg war großartig, aber beim zweiten realisiert man schneller, was vor sich geht. Man kann es einfach schneller genießen. In dem Moment, als ich die Ziellinie überfahren habe, wusste ich, was geschehen ist. Ich habe einfach alle Emotionen rausgelassen", freute sich Ricciardo.

Teamchef begeistert

Lob gab es auch von Teamchef Horner: "Es war eine unglaubliche Fahrt von Daniel. Man sagt immer, in Ungarn ist es schwierig zu überholen. Aber wir haben großartige Manöver gesehen. Mann, kann der Junge überholen! Es war ein großartiges Rennen für die Formel 1. Die Jungs sind ans Limit gegangen, darum sollte es gehen."

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