Dieser Coup war so mit Sicherheit nicht geplant: Als der Boden unter seinen Füßen nachgibt, kracht ein Einbrecher in Bayern metertief auf den harten Boden.
Wie ein Hollywood-Spion wollte ein unbekannter Einbrecher in einem Supermarkt in Straubing (Bayern) von den Kameras unbemerkt durch eine Zwischendecke zu seiner Beute kriechen.
Dass alles anders kam, zeigen jetzt Schwarz-Weiß-Aufnahmen einer Überwachungskamera in der Getränkeabteilung: Plötzlich krachen Platten von der Decke und ein Mann knallt auf den harten Boden zwischen den Regalreihen. Völlig verdattert rappelt sich der Einbrecher auf, kontrolliert ob er irgendeinen Alarm ausgelöst hat. Er hat offenbar starke Schmerzen im linken Bein.
Supermarkt-Inhaber stellte Video online
Erst nach einer geschlagenen Minute erinnert er sich, dass er einbrechen wollte und auch daran, seine mitgebrachte Sturmhaube überzuziehen, um sein Gesicht zu verbergen. Doch die Kameras zeichnen alles auf.
Wieder vermummt versucht er, aufzustehen und sein ausgestreutes Werkzeug einzusammeln. Dann humpelt er in einer Art davon, die schon beim Zusehen Schmerzen auslöst.
Der Inhaber des Supermarkts, Daniel Gleich, hat das Überwachungsvideo am vergangenen Freitag (24. November 2017) auf YouTube hochgeladen, denn der Täter ist zwar noch immer nicht gefasst, aber deutlich darauf zu sehen, wie er gegenüber der "Passauer Neue Presse" erklärt: "Vielleicht erkennt ihn jemand."
"Mission Impossible für Arme"
Der exakt 144 Sekunden lange Clip wurde zum Hit im Netz. Rund 55.000 Mal wurde das Video schon aufgerufen. Für seinen doppelten Einbruch erntet der Unbekannte viel Häme: "Mission Impossible für Arme", spottet ein User in der Kommentarspalte unterhalb des Videos. "Junge, da hast aber Glück gehabt, dassd ned auf'd Flasch'n gfall'n bist", ein anderer. Und User "Christoph Breski" gibt dem verunglückten Mann noch einen Tipp auf den Lebensweg: "Es gibt halt Berufe wozu man nicht bestimmt ist. Ich möchte dir raten mit den Einbrüchen aufzuhören."
Trotz seines Unglücks ist der Einbrecher nicht mit leeren Händen davongehumpelt. Silberschmuck habe er mitgenommen und nicht nur die Decke zerstört, sondern auch zwei Vitrinen und die Eingangstür, so Gleich – der Schaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro.
(rcp)