Sport

Video soll Wacker-Hooligan nach 10 Jahren entlasten

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:36

Nach zehn Jahren Prozess gegen einen Anhänger von Wacker Innsbruck, der einen Polizisten verletzt haben soll, könnte es jetzt zu einer entscheidenden Wende gekommen sein. Ein Video soll den Fan entlasten.

Am 22. Juli kam es in der 2. Runde der "Erste Liga" beim Match zwischen Kapfenberg und Innsbruck zum Eklat. Weil sie mit den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden waren, stürmten Anhänger der Tiroler auf das Spielfeld. Ein paar Hooligans lieferten sich daraufhin eine Auseinandersetzung mit der Polizei.

Einer der Beteiligten, ein 19-Jähriger, wurde daraufhin wegen des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt 2004 strafrechtlich verurteilt. Außerdem wurde der Platzstürmer von einem Polizisten zivilrechtlich verklagt. Der Fan soll sich bei der Festnahme zur Wehr gesetzt haben, sodass der Beamte gegen eine Werbebande geprallt sei und einen Bandscheibenvorfall erlitt.

Auf dem Video ist kein Sturz zu erkennen

Laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" soll der Polizist 33.677 Euro gefordert haben - Schmerzensgeld und Verdienstentgang, da er seither zum Innendienst verdonnert ist. Im vergangenen Jahr tauchte dann ein Video auf, auf dem der Platzsturm genau dokumentiert ist. Darauf ist allerdings beim Abführen des Angeklagten kein Sturz des Polizisten zu erkennen.

Im April 2014 wurde daraufhin die zivilrechtliche Klage gegen den Fan abgewiesen. Der Polizist ging in Berufung, am Donnerstag findet die Verhandlung statt. 

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