Wilde Szenen nach dem IndyCar-Rennen auf der Milwaukee Mile! Mick Schumacher war nach einer Kollision mit Romain Grosjean derart sauer, dass er noch mit Helm direkt zum Auto des Franzosen stürmte und ihn zur Rede stellte.
Ein kurzer Clip zeigt, wie sich der wütende Schumacher über Grosjeans Cockpit beugt, während dieser gerade aus seinem Auto steigen will. Von Grosjean ist lediglich ein knappes "Sorry" zu hören, ehe Schumacher kopfschüttelnd davonläuft.
Grund für den Ärger war eine Kollision während des Rennens. "Dieser Kontakt war verrückt. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie von jemandem so geschnitten worden", schimpfte Schumacher anschließend. Dabei verwies er auch auf Grosjeans Vergangenheit in der Formel 1: "Er hat damit in der Vergangenheit schon Erfahrungen gemacht, und man sollte eigentlich meinen, dass jemand daraus lernt."
Besonders auf einem Oval habe eine solche Aktion laut Schumacher nichts verloren. "Ich finde nicht, dass das echtes Racing ist. Ich bin danach mit viel Frust gefahren, weil das einfach unnötig war." Zeitweise habe er sogar befürchtet, in die Mauer an der Boxeneinfahrt einzuschlagen.
Nach dem ersten hitzigen Aufeinandertreffen beruhigten sich die Gemüter allerdings schnell. Wenig später sprachen Schumacher und Grosjean erneut miteinander. Diesmal endete die Aussprache mit einem Handschlag und einer Umarmung.
Grosjean erklärte dabei, dass er zwischen Schumacher und dessen Teamkollegen Louis Foster durchfahren wollte. Nach dem Rennen sah der Franzose die Schuld nicht ausschließlich bei sich. Foster sei ihm vor das Auto gezogen, weshalb er nach links ausweichen musste. "Leider war Mick dort", erklärte Grosjean. Gleichzeitig räumte er ein, möglicherweise selbst die Linie geschnitten zu haben.
Am Ende brachte Schumacher seinen Wagen auf Rang zwölf ins Ziel. Trotz des zwischenzeitlichen Ärgers über die Strategie lobte er anschließend sein Team für die Entscheidung, lange auf der Strecke zu bleiben.