Die Probleme auf der Weststrecke spitzten sich am Vormittag weiter zu: Wegen einer Stellwerkstörung am St. Pöltner Hauptbahnhof sind am Donnerstag einige Zugverbindungen ausgefallen. Andere Züge haben Verspätungen oder werden umgeleitet – "Heute" berichtete.
Bereits gegen 9 Uhr waren Züge im Bereich St. Pölten zum Stillstand gekommen. Pendler berichteten "Heute" von langen Wartezeiten. Eine Betroffene saß etwa im Bahnhof Tullnerfeld fest und konnte ihre Fahrt nach St. Pölten zunächst nicht fortsetzen.
"Wir warten hier jetzt schon 15 Minuten auf die Weiterfahrt im Bahnhof Tullnerfeld, angeblich ein Stellwerksausfall in St. Pölten", berichtete sie. Da es kein Weiterkommen nach St. Pölten gab, fuhr die Wienerin mit einem Kollegen zurück nach Wien.
Wie groß die Auswirkungen sind, zeigte am Vormittag auch die Abfahrtstafel am St. Pöltner Hauptbahnhof. Gleich bei mehreren Verbindungen leuchtete in großen gelben Buchstaben "Ausfall/Cancelled" auf.
Betroffen waren unter anderem Verbindungen Richtung Wien sowie Regionalzüge. Auch einzelne Verbindungen in Richtung Herzogenburg und Viehofen fielen aus. Bei anderen Zügen mussten Reisende mit erheblichen Verspätungen rechnen.
Ursprünglich war auf der Anzeigetafel noch von einer Dauer der Störung bis etwa 11 Uhr die Rede. Dann hieß es wieder, dass die Verzögerungen bis voraussichtlich 14 Uhr dauern dürften, so lange dauerten die Verzögerungen dann doch nicht an.
Die Fernverkehrszüge warteten die Sperre vorerst ab. Einzelne Züge wurden umgeleitet. Für Fahrgäste bitter: Durch diese Umleitungen entfiel bei den betroffenen Verbindungen der Halt am St. Pöltner Hauptbahnhof.
Für S-Bahnen und den Regionalverkehr wurde teilweise ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Reisende mussten mit Verzögerungen und Zugausfällen rechnen.
Bereits Donnerstagfrüh hatte ÖBB-Sprecher Christopher Seif gegenüber "Heute" die Stellwerkstörung bestätigt. Zu diesem Zeitpunkt war noch davon ausgegangen worden, dass die Sperre voraussichtlich bis 10 Uhr dauern werde. Einzelne Fernverkehrszüge würden umgeleitet, für den Nahverkehr sei teilweise ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.
Die ÖBB arbeiteten auf Hochtouren, nun die Entwarnung: Seit 11.20 Uhr sollen die Züge wieder problemlos unterwegs sein, teilte ÖBB-Sprecher Christopher Seif gegenüber "Heute" mit.