Luftangriff auf Teheran

"Viele militärische Anführer" des Iran getötet

Bei einem Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran sind laut US-Präsident Trump zahlreiche hochrangige Militärvertreter getötet worden.
André Wilding
05.04.2026, 12:45
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"Viele der militärischen Anführer des Iran, die das Land schlecht und unklug geführt haben, werden – neben vielem anderen – durch diesen massiven Angriff in Teheran ausgeschaltet", schrieb US-Präsident Donald Trump am Samstagabend in seinem Onlinedienst Truth Social und veröffentlichte dazu ein Video mit nächtlichen Explosionen über einer nicht näher erkennbaren Stadt.

Angriffe gehen weiter

Zum Zeitpunkt des von ihm erwähnten Angriffs machte Trump keine Angaben. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Derweil gingen die gegenseitigen Angriffe in der Nacht zu Sonntag weiter. Im Iran wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim bei Angriffen in der Grenzregion zu Aserbaidschan drei Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden demnach bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt.

Luftalarm in Israel

Der Iran wirft Israel seit längerem vor, das Territorium des Nachbarlands Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Kaukasus-Staat.

In Israel ertönte am Sonntag in den frühen Morgenstunden erneut Luftalarm. Die Armee meldete eine neue Angriffswelle mit iranischen Raketen.

Auch mehrere Golfstaaten wurden nach den Angaben der örtlichen Behörden erneut vom Iran attackiert. Im Golfemirat Kuwait beschädigte ein iranischer Drohnenangriff laut dem Elektrizitäts- und Wasserministerium zwei Kraftwerke mit angeschlossener Wasserentsalzungsanlage erheblich. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

"Iranische Aggression"

Auch die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate reagierte am Sonntag nach Angaben des Verteidigungsministerium auf Angriffe mit Raketen und Drohnen. Die Behörden in Bahrain meldeten am Sonntag einen Brand in einer Raffinerie "als Folge iranischer Aggression".

Die iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Samstag unter Berufung auf das iranische Militär berichtet, Teheran habe "Aluminiumindustrien" in den Emiraten sowie US-Militärinfrastruktur in Kuwait ins Visier genommen.

Die Emirate sind ein enger Verbündeter der USA. Sie gehören zudem wie Bahrain zu den Unterzeichnern der Abraham-Abkommen von 2020, mit denen mehrere arabische Staaten ihre Beziehungen zu Israel normalisiert hatten.

Straße von Hormus gesperrt

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Seit Beginn des Krieges ist zudem die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch die iranischen Streitkräfte weitgehend gesperrt. Zudem attackierte der Iran Ölanlagen und Tanker in der Golfregion. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen.

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