Die allerletzte Chance auf eine Olympia-Medaille: Morgen (19/22.45 Uhr, live ORF1) kämpft unser Slalom-Wunderteam gegen die drohende Nullnummer der Ski-Herren in Vanouver 2010. Heute-Experte Marc Girardelli analysiert die Chancen der vier ÖSV-Starter und nennt seine Top-Favoriten.
Reini Herbst: Für mich der Stärkste im Feld. Auch seine Vorbereitung, mit der Harley über den Highway Nr. 5 zu cruisen, war richtig. Nur: In Whistler ist es nicht eisig, nicht steil und nicht schwierig - all das, was er gern hat. Dennoch: für mich ein ganz heißer Tipp auf Edelmetall.
Manfred Pranger: Der Teilzeit-Weltmeister kommt immer besser in Schuss. Wie Herbst liebt aber auch Manni das Harte, Eisige. Die Frage wird sein, ob sich die Slalom-Spezialisten von der schlechten Stimmung im ÖSV anstecken lassen. Die ist in Whistler regelrecht zu spüren. Du siehst keine Läufer, keine Betreuer, niemanden im roten Anorak. Das fällt jedem auf.
Benni Raich: Er ist nicht auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Obwohl er nicht so schnell ist wie ein Herbst, ist er trotzdem gefährlich. Benni ist nämlich der Meister im Taktieren. Ich glaube aber, dass ihn der Gesamtweltcup mehr reizt als Gold.
Marcel Hirscher: Auf diesem Hang stelle ich ihn auf eine Stufe mit Herbst und Pranger. Es geht hier nicht darum, wer am besten am Ski steht, sondern wer ihn am besten laufen lassen kann. Das ist ein Fall für Marcel.
Die Gegner: Julien Lizeroux und Ivica Kostelic sind hier stark. Dazu Bode Miller, der perfekt mit dem Schnee klarkommt, und mein Geheimtipp Felix Neureuther. Für mich fix: Österreich holt eine Medaille.