Sport

Vier Monate vor Olympia: Hirscher erwägt Verzicht!

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:03

Ski-Superstar Marcel Hirscher schuftet nach seinem Knöchelbruch am Comeback. "Heute" weiß, wann der 28-Jährige wieder bei vollen Kräften sein will.

Sichtlich gut gelaunt stellte sich Marcel Hirscher am Mittwoch erstmals nach seinem Knöchelbruch am 17. August. den Fragen der Journalisten. Thema Nummer eins: Wie geht es mit der Therapie voran?

"Die letzten Wochen waren echt eine emotionale Achterbahnfahrt", gesteht der 28-jährige Salzburger. "Da war alles dabei: von Verzweiflung bis hin zu wirklich glücklichen Momenten. Jeder neue Gips, der eine Rolle weniger gebraucht hat, war bereits ein Erfolg. Aber ich habe auch wieder einmal bemerkt, dass Skifahren nicht alles im Leben ist."

Größtes Ziel? "Wieder schmerzfrei zu sein"

Schwer fällt Hirscher eine Antwort auf die Frage, wann genau er sein Comeback geben wird. "Wenn ein kleines Wunder passiert - aber da muss dann wirklich alles passen, geht sich vielleicht ein Start in Levi Mitte November aus." Nachsatz: "Aber nur, dass ich mitfahre - über Top-Platzierungen reden wir da noch lange nicht. So richtig parat möchte ich dann im Jänner sein."

Zu groß sind die Unbekannten, wie zum Beispiel die Frage, wie sich der Knöchel im ultra-engen Rennskischuh anfühlen wird. "Schmerzen werden da sein. Die Frage ist, wie stark sie sein werden", erklärt der sechsfache Gesamt-Weltcupsieger vor dem Start in die Olympia-Saison. "Daher ist es auch so schwer über Ziele zu sprechen. Momentan ist es mein größtes Ziel, wieder im Alltag schmerzfrei zu sein."

Eskaliert die Lage, verzichtet Hirscher auf Olympia



25 bis 30 Trainingstage wird Hirscher alleine im Riesentorlauf verpassen. Doppelt bitter in einer Saison, wo sich der Radius der Skier von 35 auf 30 Meter verringert. "Das muss ich dann im Laufe der Saison alles aufholen", gibt er sich aber kämpferisch. "Ich höre mich genau um, was die Kollegen zu den neuen Skiern meinen. Und sagen wir es einmal so: Nicht jeder ist mit ihnen zu 100 Prozent happy. Man mutmaßt, dass es dadurch zu mehr Bänderverletzungen kommen könnte."

Auch das politische Geschehen rund um Südkorea, wo im Februar in Pyeongchang die Olympischen Spiele über die Bühne gehen werden, verfolgt er aufmerksam mit. Eskaliert der Atom-Streit zwischen dem Nachbarland Nordkorea und den USA, wird Hirscher auf ein Antreten verzichten. "Diese Chance eine Medaille zu machen ist es mir nicht Wert, da bleibe ich zuhause. Man macht sich schon seine Gedanken."

(red. )

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