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Violette "Feierbiester" verhöhnten Bullen trotz Pleite

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:55

Meister Austria Wien verliert in der 36. und letzten Bundesliga-Runde beim entthronten Titelträger Red Bull Salzburg 0:3, hat damit aber überhaupt kein Problem. Die Violetten kamen mit 3.000 Anhängern im Gepäck offenbar bloß, um weiter zu feiern. Dabei hätte noch der Auswärts-Punkterekord gewunken. Plus: Stadtrivale Rapid schlägt Ried vor den Augen von Marko Arnautovic.

Meister Austria Wien verliert in der 36. und letzten Bundesliga-Runde beim entthronten Titelträger Red Bull Salzburg 0:3, hat damit aber überhaupt kein Problem. Die Violetten kamen mit 3.000 Anhängern im Gepäck offenbar bloß, um weiter zu feiern. Dabei hätte noch der Auswärts-Punkterekord gewunken. Plus: Stadtrivale Rapid schlägt Ried vor den Augen von Marko Arnautovic.

Schon vor dem Match präsentierten die Austria-Spieler den Meisterteller nach dem fixierten Titelgewinn letzten Mittwoch erneut den eigenen Fans in der Bullen-Arena und stichelten damit ein wenig gegen die roten Bullen. Während der Partie wurde der Teller dann gut sichtbar vor der Austria-Trainerbank positioniert. Die Salzburger revanchierten sich mit einem klaren Sieg und blieben in dieser Saison in den vier Matches gegen die Violetten unbesiegt.

Kein Titel für die Bullen

In Summe dennoch ein schwacher Trost. Für Red Bull gibt es diese Saison nur Platz zwei und keinen Titel. Den hoch verdienten Dreipunkter des entthronten Champions stellten Sadio Mane mit einem Doppelpack (39., 75.) sowie Ibrahim Sekagya (83.) sicher. Damit hat die Austria die Saison mit der neuen Liga-Rekordmarke von 82 Punkten beendet, die Salzburger landeten bei 77 Zählern.

Stöger schonte Schlüsselkräfte fürs Cupfinale

Zwischen der Meisterparty und dem Cupfinale am Donnerstag (16.00 Uhr) gegen Pasching stellte Trainer Peter Stöger seine Truppe in der Offensive um. Anstelle des Angriffsquartetts Alexander Gorgon, Alexander Grünwald, Philipp Hosiner und Tomas Jun standen Marko Stankovic, Nacer Barazite, Tomas Simkovic und Roman Kienast in der Startelf. Bei den Salzburgern musste Goalie Eddie Gustafsson wegen einer Adduktorenverletzung passen, für ihn kam Thomas Dähne zum Zug.

Alan flog nicht vom Platz

Salzburg war von Beginn an klar überlegen, hatte aber auch Glück, dass Alan nach einer Tätlichkeit gegen Emir Dilaver nicht früh vom Platz flog (7.). Besonders im Fokus stand Austria-Goalie Heinz Lindner, der bei den Chancen von Alan (8.), Mane (9.), Jonathan Soriano (23., 32.), Sekagya (24.), Kevin Kampl (34.) und Dusan Svento (37.) glänzende Paraden zeigte.

In der 39. Minute fanden die Salzburger dann den Weg an Lindner vorbei, nach Kopfballvorlage von Franz Schiemer köpfelte Mane aus sechs Metern zum verdienten 1:0 ein. Austrias beste Chance vor der Pause vergab Kienast (42.).

Austria verpasste Auswärtsrekord

Trotz der längst gefallenen Titelentscheidung blieb das Match auch nach der Pause intensiv. Die Austria wollte den in der Ligageschichte weiterhin unerreichten Auswärtsrekord retten, Stöger warf daher Jun, Gorgon und Hosiner ins Rennen. Auf der anderen Seite wollte sich Salzburg die Genugtuung nicht entgehen lassen, die Saison mit einem Sieg gegen den Meister zu beenden.

Im Finish machte Salzburg mit einem Doppelschlag alles klar: zunächst erzielte Mane mit einem Flachschuss das 2:0 (75.), dann besorgte Sekagya per Kopf das 3:0 (83.). Salzburg-Trainer Roger Schmidt durfte sich nicht nur über den versöhnlichen Abschluss, sondern einmal mehr auch über die Rückendeckung der Fans freuen. Der Anhang bekundete neuerlich, dass die Ära Schmidt bei den "Bullen" weitergehen soll.

Rapid schlägt schwache Rieder, Arnie auf Tribüne

Austria-Stadtrivale Rapid hat einen versöhnlichen Saisonabschluss geschafft. Die Hütteldorfer feierten in der letzten Bundesliga-Runde gegen Ried einen 3:0-Sieg und machten damit die letzten Hoffnungen der Oberösterreicher auf einen Europacup-Startplatz zunichte. Die Wiener hatten ihren dritten Platz schon zuvor abgesichert.

Vor 12.200 Zuschauern - darunter Bremen-Legionär Marko Arnautovic - spielte sich der erst 18-jährige Louis Schaub mit einem Doppelpack (20., 49.) in den Vordergrund. Die über weite Strecken harmlosen Rieder sind damit weiterhin in der Meisterschaft im Hanappi-Stadion ohne Sieg, in 32 Partien gab es dabei 24 Niederlagen und acht Unentschieden.

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