Neuer Wien-Walk startet

Virtuelle Geister erobern jetzt den Böhmischen Prater

Im Böhmischen Prater startet ein neuer Augmented Reality-Hörspaziergang. Besucher tauchen dabei in Geschichte, Kunst und virtuelle Welten ein.
Wien Heute
09.05.2026, 10:59
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Favoriten wird jetzt zum digitalen Erlebnisraum: Mit dem neuen "[Ar]twalk" Böhmischer Prater" entsteht ein interaktiver Hörspaziergang zwischen Geschichte, Kunst und Augmented Reality. Von 22. bis 25. Mai finden mehrere geführte Termine statt, danach kann der Walk kostenlos jederzeit individuell besucht werden.

Nur Handy und Kopfhörer nötig

Schauplatz ist der traditionsreiche Böhmische Prater am Laaer Berg. Entstanden im 19. Jahrhundert als Erholungsort für Ziegelarbeiter aus Böhmen und Mähren, wird das Areal nun zur Bühne für virtuelle Kunstwerke, Soundinstallationen und digitale Interventionen.

Die Route führt vom "LOT" in der Brotfabrik durch den Böhmischen Prater und den Laaer Wald. Historische Fahrgeschäfte, versteckte Plätze und markante Orte werden Teil des multimedialen Erlebnisparcours. Der browserbasierte Walk funktioniert ohne App. Besucher benötigen lediglich ein Smartphone mit Internetverbindung und Kopfhörer.

AR-Szenen und Interviews

Thematisch widmet sich der "[Ar]twalk" unter anderem der Geschichte der sogenannten "Ziegelböhm" - jener Arbeitsmigranten, die unter schwierigen Bedingungen in den Ziegelwerken am Wienerberg arbeiteten und maßgeblich zum Ausbau Wiens beitrugen. "Bis heute fehlt ein Gedenken vor Ort - eine Leerstelle, die der [Ar]twalk füllen will", heißt es in der Projektbeschreibung.

Besucher benötigen lediglich ein Smartphone mit Internetverbindung und Kopfhörer.
Jana Mack

Die Besucher hören eingesprochene Texte, Interviews und O-Töne von Schaustellern, Drehorgelspielern, Zeitzeugen und Stammgästen. Ergänzt wird das durch digitale AR-Szenen und performative Elemente. Über virtuelle Portale tauchen die Teilnehmer in vergangene Zeiten ein und sammeln unterwegs selbst Artefakte in einem eigenen Journal.

"Begehbare Recherche"

Besondere Stationen sind etwa das Drehorgelmuseum oder Fahrten mit dem Riesenrad und der historischen Raupe, die seit mehr als 90 Jahren ihre Kreise zieht. Die Veranstalter sprechen von einer "begehbaren Recherche", bei der Journalismus, Kunst und digitale Technik miteinander verschmelzen.

Entwickelt wurde das Format vom Kulturverein "Echolot" gemeinsam mit dem Medien-Start-up "Inselmilieu Reportage". Gemeinsam mit "Lot Produktionsstudio" und dem "Artificial Museum" wurden die ursprünglich live inszenierten Artwalks digital weiterentwickelt. Auch weitere Projekte sind bereits geplant: Im Herbst ist ein weiterer Walk durch die ehemalige Ankerbrotfabrik geplant. Alle Formate werden außerdem beim Kulturfestival Favorite Fall im September präsentiert.

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