Vizekanzler sagt nächste Corona-Verschärfung an

v.l.n.r.: Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) beim Corona-Krisengipfel.
v.l.n.r.: Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) beim Corona-Krisengipfel.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Werner Kogler warnt vor einer weiteren Verschlimmerung der Corona-Situation in Österreich. An weiteren Verschärfungen wird deshalb bereits gearbeitet.

"Die Lage ist dramatisch", warnt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Montag via Twitter. "Wir sind inmitten der vierten Welle, die Infektionszahlen steigen, immer mehr Menschen leiden in der Folge auf den Intensivstationen." Vor diesem Hintergrund habe der Gesundheitsminister mit dem Lockdown für Ungeimpfte Maßnahmen vorgelegt, die unter anderem Kontakte um 30 Prozent reduzieren und die Infektionsdynamik brechen sollen.

"Der Lockdown für Ungeimpfte, den wir als Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern beschlossen haben, ist ein wichtiger Schritt, allerdings warnen die Expert:innen davor, dass diese Maßnahme möglichweise nicht ausreichen wird", mahnt Kogler. "Deshalb gilt es jetzt, die nächsten Schritte vorzubereiten."

In der ORF "ZIB2" am Sonntag hatte Mückstein schon durchblicken lassen, dass ein weiteres Corona-Regel-Paket bereits auf dem Tisch liegt und schon mit den Bundesländern besprochen wird.

"Volle Unterstützung"

Nach den heftigen Querschüssen der ÖVP-Ministerinnen Elisabeth Köstinger und Margarete Schramböck stärkt der Vizekanzler seinem Parteifreund den Rücken:

"Als Gesundheitsminister ist genau das Wolfgang Mücksteins Aufgabe: Die Gesundheit der Menschen in Österreich und das Gesundheitssystem zu schützen. Auf das zu hören, was die Wissenschaft sagt und ja, auch unpopuläre Maßnahmen vorzubereiten und auf den Tisch zu legen. Dafür hat er meine volle Unterstützung."

Schon am Mittwoch dürfte sich zeigen, ob und welche Auswirkungen die bisherige 2G-Regel auf das Infektionsgeschehen hatte. "Auf Basis dessen werden wir als Bundesregierung die nächsten Entscheidungen beraten und treffen", so Kogler abschließend.

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