Wenn Chappell Roan den roten Teppich betritt, ist eines sicher: Langweilig wird es nicht. Bei den Grammy Awards 2026 sorgte die US-Sängerin mit einem Outfit für Schnappatmung. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. In einem transparenten, marsalaroten Chiffon-Kleid aus dem Hause Mugler wirkte die 27-Jährige auf den ersten Blick beinahe nackt.
Der Clou des Looks: Das Kleid war nicht klassisch über Schultern oder Nacken befestigt, sondern direkt an ihren Nippel-Piercings verankert. Ein Detail, das für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Der fließende Stoff fiel wasserfallartig bis zum Bauchnabel, während ein transparenter Schal den Look abrundete.
Doch wie so oft bei Chappell Roan war alles eine raffinierte Täuschung. Unter dem zarten Chiffon verbarg sich eine zweite, hautfarbene Schicht, die mit Illusions-Tattoos bedruckt war und sich scheinbar über ihren Oberkörper zog. Die innovative Idee entwickelte die Sängerin gemeinsam mit ihrer Stylistin Genesis Webb. Ein Spiel mit Wahrnehmung, Nacktheit und Couture.
Trotz der extremen Freizügigkeit wirkte Roan nie billig. Im Gegenteil: Mit ihren feuerroten Locken, die sie in Fischgrätenzöpfen und welligem Pony trug, erinnerte ihr Auftritt fast an eine antike Statue – allerdings mit Gothic-Twist. Goldene Diamantkette und passende Ohrringe setzten edle Akzente.
Musikalisch war der Abend für die Sängerin ebenfalls hochkarätig. Mit ihrem Song "Subway" war sie gleich zweimal nominiert: als Record of the Year und Best Pop Solo Performance. Auf dem roten Teppich verriet sie "E! News", die Stimmung vor der Show sei für sie "überstimulierend", dennoch freue sie sich darauf, den Abend zu genießen.
Dass Chappell Roan ihren eigenen Weg geht, stellte sie schon Monate zuvor klar. In einem Interview mit Vogue erklärte sie, dass Fans auf ein zweites Album wohl noch warten müssten. Es gebe keine Song-Sammlung, keinen konkreten Plan. Erfolg und sogar ihr Grammy als beste Newcomerin würden keinen Druck erzeugen. Zwang sei der größte Feind guter Musik, so die Sängerin.