Bei seiner letzten Expedition in die Antarktis hat der chilenische Polarforscher Victor Neira neue Fälle bei Antarktiskormoranen, Dominikanermöwen, Adelie- und Eselspinguinen sowie bei Antarktischen Seebären entdeckt.
„Die Krankheit hat sich mittlerweile vollständig in der antarktischen Region ausgebreitet. Dort haben wir die Möglichkeit hinzugehen und zu forschen“Victor NeiraPolarforscher und Veterinärmediziner
Vor allem kleine Populationen sind betroffen. Die neue Variante der Vogelgrippe kann laut Neira sogar bis zu 100 Prozent aller Tiere in ein bis zwei Tagen in einem bestimmten Gebiet töten. Viele antarktische Tierarten haben nur wenige Vertreter. So gibt es von Antarktiskormoranen und Raubmöwen insgesamt nur rund 20.000 Tiere.
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist erstmals 1996 aufgetaucht und verbreitet sich seitdem in Geflügelzuchtbetrieben und auch unter Rindern. Seit 2020 ist die Zahl der infizierten Vögel regelrecht explodiert. Gleichzeitig gibt es auch immer mehr infizierte Säugetierarten, unter anderem Milchkühe und auch Katzen. Fast alle betroffenen Vögel sterben an der Krankheit.