Diesen Karriereweg hätte vor einigen Jahren wohl niemand kommen sehen. Sero el Mero gehörte einst zu den großen Nachwuchshoffnungen im Deutschrap, sammelte Millionen Streams und landete mit seinen Songs in den Charts. Heute sieht sein Arbeitsalltag offenbar ein wenig anders aus.
Statt Luxus-Karosse heißt es für den Rapper: rauf auf den Traktor und ab aufs Feld.
Aktuell machen Aufnahmen von Sero el Mero die Runde, die ihn bei der landwirtschaftlichen Arbeit zeigen. In der Deutschrap-Community sorgt der ungewöhnliche Jobwechsel entsprechend für Gesprächsstoff. Aus "BabyFaceFlow" wird plötzlich Bauernhof-Flow.
Dabei hatte alles ganz anders angefangen.
Der Deutsch-Türke, der mit bürgerlichem Namen Kebir Sefer Sargin heißt und aus Bremerhaven kommt, wurde zunächst mit kurzen Rap-Videos in sozialen Netzwerken bekannt. 2018 veröffentlichte er seine ersten Songs, wenig später nahm ihn Xatars Label Groove Attack TraX unter Vertrag.
Vor allem "Ohne Sinn" wurde zum Hit. Die Single schaffte es bis auf Platz zehn der deutschen Charts, sein Debütalbum "BabyFaceFlow" folgte 2019. Songs wie "Dein Fahrer" und "Lass Cruisen" machten Sero el Mero anschließend einem Millionenpublikum bekannt.
Danach wurde es allerdings deutlich ruhiger um den Rapper.
Ganz an den Nagel gehängt hat Sero el Mero die Musik trotzdem nicht. Noch 2026 veröffentlichte er mehrere neue Songs, darunter "AMG", "Hustle" und "Mon Amour". Auch seine Streaming-Zahlen können sich weiterhin sehen lassen: Auf Spotify kommt er aktuell auf rund 325.000 monatliche Hörer.
Dass er parallel offenbar einer ganz normalen Arbeit nachgeht, kommt in der Rap-Community überraschend gut an. In einer aktuellen Diskussion feiern zahlreiche Fans den Rapper dafür, dass er sich für die Arbeit auf dem Feld offenbar nicht zu schade ist. Einer bringt den Karrierewechsel besonders passend auf den Punkt: Früher farmte Sero el Mero Klicks – heute eben auf dem Feld.
Und zumindest beim Thema PS muss sich der Rapper auch als Landwirt keine Sorgen machen. Nur der Parkplatz vor dem Club könnte mit dem Traktor etwas schwieriger werden.