Von Stein getroffen: Bergretter schon wieder im Einsatz

Felix Reiter war nur einen Tag nach seiner Verletzung schon wieder im Einsatz. Er war bei Sicherungsarbeiten nach dem Murenabgang verletzt worden.
Felix Reiter war nur einen Tag nach seiner Verletzung schon wieder im Einsatz. Er war bei Sicherungsarbeiten nach dem Murenabgang verletzt worden.fotokerschi.at/privat
Bei Sicherungsarbeiten nach einer Mure war ein Bergretter von einem Stein getroffen und verletzt worden. Tags darauf war er schon wieder im Einsatz.

Aufgrund der heftigen Regenfälle im Salzkammergut hatte sich, wie berichtet, im "Teufelsgraben" am Samstag eine Mure gelöst und die darunter liegende Bundesstraße B 145 verschüttet.  

Tags darauf nahmen Landesgeologen den Bereich genau unter die Lupe. Einsatzkräfte der Bergrettung Traunkirchen (Bez. Gmunden) führten dazu die Sicherungsarbeiten durch. Der 30-jährige Bergretter Felix Reiter hatte dafür in etwa 500 Meter Seehöhe ein Seilgeländer errichtet.

Während der Arbeiten hatte sich dann gegen 11 Uhr plötzlich ein kopfgroßer Stein einige Meter oberhalb gelöst. Dieser traf den 30-Jährigen und verletzte ihn. "Ich habe am Bein einen Schmerz gespürt. Als ich dann das Hosenbein hochgezogen habe, habe ich gesehen, dass es eine größere Wunde sein muss", schildert  Reiter den Vorfall im "Heute"-Gespräch.

Zum Zeitpunkt des Steinschlags befanden sich vier Bergretter und zwei Geologen in "Tiefgraben". "Wir waren ungefähr 50 Meter über der Bundesstraße. In Begleitung meiner Kollegen habe ich mich dann abgeseilt", so der 30-Jährige. Gleich danach ging es für den Verletzten mit der Rettung ins Salzkammergut-Klinikum nach Gmunden. Dort diagnostizierten die Ärzte eine Rissquetschwunde am linken Schienbein.

Reiter: "Die Wunde war rund dreieinhalb mal zwei Zentimeter groß und zwei Zentimeter tief. Zum Glück war der Knochen nicht betroffen. Nach dem Röntgen wurde die Wunde mit mehren Stichen genäht. Nach nicht einmal einer Stunde durfte ich schon wieder nach Hause."

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Heute schon wieder im Hubschrauber

Und der Bergretter ist hart im Nehmen. Denn kurz nach dem Telefongespräch mit "Heute" sitzt der Bergretter schon wieder im Hubschrauber bei einer weiteren Begutachtung des Teufelsgraben. "Ich habe keine Schmerzen und fühle mich gut. Heute Vormittag war ich noch beim Hausarzt. Der hat meine tolle Wundheilung gelobt. Nächste Woche kommen die Fäden raus und das war's dann auch schon wieder", nimmt es Reiter mit Humor. 

Auf die Frage, ob er denn jetzt mehr Angst vor weiteren Unfällen habe, meinte er nur: "Wir sind gut ausgerüstet. Da mache ich mir keine Sorgen."

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