Erst im April hatte sich Brignone bei den italienischen Meisterschaften einen Beinbruch zugezogen, kam erst Ende Jänner zurück in den Weltcup, sprang sofort auf den Olympia-Zug auf. Am Donnerstag schlug dann die ganz große Stunde der 35-Jährigen. Brignone packte auf der Tofana eine Zauberfahrt aus, holte ihre erste Olympia-Goldmedaille und ist die älteste Olympiasiegerin bei den Alpinen.
Brignone erlebte ein Märchen, das Lindsey Vonn verwehrt blieb. Trotzdem kamen von der 41-jährigen US-Amerikanerin Glückwünsche in Richtung der Italienerin. Und das aus dem Krankenbett.
"Gratulation, Fede! Was für ein unglaubliches Comeback", schrieb die US-Amerikanerin auf "X" zu einem Beitrag des offiziellen Olympia-Kanals. Auch Vonn zollte Brignone Respekt.
Die US-Amerikanerin hatte es zuvor böse erwischt, sie stürzte in der Olympia-Abfahrt am Sonntag schwer. Vonn hängte mit der rechten Hand beim Tor ein, wurde ausgedreht und stürzte. Per Hubschrauber ging es zuerst ins Krankenhaus nach Cortina und dann sofort weiter nach Treviso. Die US-Amerikanerin hatte sich bei dem heftigen Sturz einen komplizierten Schienbeinbruch zugezogen.
Vonn zeigte sich am Mittwochabend erstmals selbst, postete ein Foto aus dem Krankenbett. Mittlerweile hat die US-Amerikanerin drei Operationen gut überstanden. "Erfolg hat heute eine andere Bedeutung als noch vor ein paar Tagen. Ich mache Fortschritte", meinte Vonn. Die 41-Jährige war erst im Herbst 2024 nach fünf Jahren in den Weltcup zurückgekehrt, mit dem großen Ziel, bei Olympia auf ihrer Lieblingsstrecke, der Tofana, um die Medaillen mitzufahren. Es kam anders.