Zoran Barisic folgte Peter Schöttel als Rapid-Trainer und hat sogleich ein Wiener Derby vor der Brust. Doch vor der Austria hat er keine Angst. Ganz im Gegenteil: Der neue grün-weiße Feldherr teilte sogar aus und konnte sich einen Lacher nicht verkneifen. Er und Austria-Coach Peter Stöger kennen sich gut. Was die Fans betrifft, hoffen Polizei und Klubs auf einen ruhigen Nachmittag.
). Doch vor der Austria hat er keine Angst. Ganz im Gegenteil: Der neue grün-weiße Feldherr teilte sogar aus und konnte sich einen Lacher nicht verkneifen. Er und Austria-Coach Peter Stöger kennen sich gut. Was die Fans betrifft, hoffen Polizei und Klubs auf einen ruhigen Nachmittag.
Die 12.500 aufgelegten Tickets sind verkauft, die Generali-Arena platzt bei dem für beide Teams so wichtigen Prestigeduell aus allen Nähten. Rapid erhielt ein Kontingent von 1.150 Karten. Um Ausscheitungen zu verhindern, werden 780 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Das Stadion wird seit Freitag rund um die Uhr bewacht.
Sicherheitszone erweitert
Die Sicherheitszone rund um das Stadion wurde nach Vorfällen beim letzten Match in Favoriten und den Unruhen unter den Rapid-Fans während der letzten Wochen zum Wohle der Besucher erweitert. Die Rapid-Anhänger kommen über eine festgelegte Route zum Gästesektor, können vom Reumannplatz weg nicht mehr mit Austria-Fans aufeinander treffen. Besuchern der Nordtribüne wird es nicht möglich sein, über den Zugang Südosttangente zur Arena zu gelangen.
"Schötti kämpfte mit Problemen, für die er nichts konnte"
Themenwechsel: Das Ende der Ära seines Freundes Peter Schöttel als Trainer bei Rapid hat Peter Stöger zu denken gegeben. "Mir persönlich tut es leid, ich kenne und mag ihn. Ich hoffe, dass er bei seiner nächsten Station Spaß hat. Das war bei Rapid nach meinem Gefühl selten der Fall. Schötti hatte von Anfang an mit Problemen zu kämpfen, für die er nichts konnte", meinte Stöger angesichts der anhaltenden Rapid-Fanproteste.
Alte Bekannte: Stöger und Barisic
Schöttels Nachfolger Zoran Barisic ist für Stöger ebenfalls ein alter Bekannter. Mit "Zoki" spielte Stöger in den 1990er-Jahren gemeinsam für Rapid, auch in der Trainer-Ausbildung drückte man gemeinsam die Schulbank. "Rapid wollte vor dem Derby ein Zeichen setzen. Zoki ist ein Rapid-Urgestein mit viel Einblick in den Verein. Vielleicht sieht der eine oder andere Spieler jetzt mehr Chancen und das macht ein paar Prozentpunkte aus", sagte Stöger.
Das Zeichen, voll auf Motivation und Einsatz zu setzen, zeigte Barisic seinen Spielern selbst vor. Bei der Pressekonferenz vor dem Match sagte er über die Favoritenrolle des violetten Tabellenführers mit einem hämischen Lächeln: "Austria hat zuletzt nur einen Punkt geholt, wir vier. Wer ist jetzt der Favorit (siehe "Sky"-Video oben)?"
Was passiert im Sommer?
Ob Barisic nach der Saison Rapid-Trainer bleiben darf, werden die Ergebnisse zeigen, die er in den kommenden sieben Spielen tatsächlich erreicht. Das Gerücht über eine Rückkehr des in Unfrieden gegangenen Peter Pacult kann sich jedenfalls im Augenblick nur eine "österreichische" Tageszeitung vorstellen. Schließlich sind Pacult und SCR-Präsident Rudolf Edlinger im Krach geschieden, ein Gerichtsprozess war die Folge.