Vor Monaco-Sieg: Red Bull wollte Rennen aufgeben

Daniel Ricciardo ist der strahlende Sieger des Formel-1-Rennens von Monaco. Dabei wollte sein Team den Red-Bull-Boliden bereits in die Box schicken.

Daniel Ricciardo jubelt über seinen ersten Sieg beim Formel-1-Klassiker in Monaco – und zeigte zuvor ein großes Kämpferherz. Der Australier kämpfte mit technischen Problemen. Deswegen wollte sein Team den Boliden bereits aus dem Rennen zurückziehen.

Keine Aufgabe



Ricciardo verteidigte nach dem Start seine Pole-Position erfolgreich und konnte den Vorsprung auf Verfolger Sebastian Vettel schnell vergrößern. Doch dann Probleme mit dem Boliden, der siebente Gang wollte nicht mehr funktionieren. 200 PS Leistung fehlten. In der Box überlegte man das vorzeitige Aus. Teamchef Chris Horner zu "Sky": "Das Team sagte mir, dass wir das Auto in zwei Runden hereinholen und abstellen müssten. Aber wenn du in Monaco führst, gibst du nicht auf."

Zweifel im Cockpit

Ricciardo erklärt die dramatischen Momente im Cockpit: "Ich hatte plötzlich weniger Power und konnte nur noch bis zum sechsten Gang schalten. Dass wir uns den Sieg mit diesem angeschlagenen Auto geholt haben, ist unglaublich. Denn wir hatten wegen der Probleme echt Zweifel, ob wir es schaffen. Aber dann haben wir am Funk viel gesprochen, und es ist sich ausgegangen. Es fühlt sich supergut an."

Vergeltung für 2016



Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko meint: "Es war Hochspannung und ein Zittern über fünfzig Runden." Für die Red-Bull-Crew auch eine Genugtuung. 2016 vermasselte man mit einem schlechten Boxenstopp einen schon fast feststehenden Sieg Ricciardos im Füstentum. "Das war die Vergeltung", jubelte Teamchef Horner. (heute.at)

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