Am 18. Juli hebt sich am Salzburger Domplatz wieder der Vorhang für den "Jedermann". Mit Philipp Hochmair in der Titelrolle und Roxane Duran als neuer Buhlschaft dürfen sich die Festspielbesucher auf eine frische Konstellation freuen. Im Heute-Gespräch verrät Hochmair, warum ihn jede neue Partnerin auf der Bühne inspiriert und wie die Rolle seinen Blick aufs Leben verändert hat.
Bereits bei den ersten Proben mit Duran habe sich eine besondere Beziehung aufgetan, erzählt Hochmair: "Neue Schauspielerinnen bringen immer eine neue Energie mit. Mit Roxane war von Anfang an eine Verbindung spürbar, eine gemeinsame Schwingung", sagt der Schauspieler. Jede neue Begegnung öffne einen anderen Raum – "und genau das hält diese Inszenierung lebendig."
Seit Jahren verkörpert Hochmair den reichen Lebemann, der plötzlich mit Tod und Vergänglichkeit konfrontiert wird. Hat diese Rolle auch seinen eigenen Blick aufs Leben verändert? Seine Antwort ist eindeutig.
"Ja. Vor allem hat sie die Fragen geschärft", erklärt er. Für ihn stelle der "Jedermann" eine zeitlose, existenzielle Frage: "Was bleibt von einem Leben, wenn alles Äußerliche wegfällt?" Diese Auseinandersetzung begleite ihn seit vielen Jahren.
"Mit jeder Vorstellung entdecke ich neue Facetten – und vielleicht ist genau das die Kraft dieses Stücks: Es erinnert einen daran, dass nicht Besitz oder Erfolg bleiben, sondern die Art, wie man gelebt hat."
Gegen Ende des Interviews wird der Jedermann noch einmal tiefgründig und bleibt dabei seiner Kunst als Schauspieler stets treu: "Mich interessiert grundsätzlich die künstlerische Begegnung", sagt er. Für ihn sei die Buhlschaft "keine Trophäe, sondern ein Gegenüber, an dem sich der Jedermann reibt, in dem sich Sehnsucht, Liebe und Verlust spiegeln."