Tierischer Frühling

Es geht los! Amphibien wandern wieder

Amphibien in Österreich starten ihre Laichwanderung. Mehrere Arten sind bedroht, doch Schutzmaßnahmen und Monitoring sollen helfen.
Heute Tierisch
09.03.2026, 13:32
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

"In tiefen Lagen wandern die Tiere früher als auf höher gelegenen Standorten", erklärt Elisabeth Ritter von der "inatura" Dornbirn in Vorarlberg. Wenn das Wetter nicht mitspielt, kann sich die Laichwanderung der Amphibien aber auch länger ziehen. Kommt ein Kälteeinbruch, kann sie sogar ganz zum Stillstand kommen. Besonders in der Dämmerung oder in den ersten Nachtstunden sind die Frösche, Kröten und Molche besonders aktiv.

Vielleicht hast du heuer schon den einen oder anderen Grasfrosch oder Bergmolch bei seiner Wanderung gesehen. In den nächsten Tagen machen sich dann auch die Erdkröten auf den Weg zu ihren Laichplätzen.

Gefährdete Arten

Vorarlberg ist die Heimat von einigen gefährdeten Amphibienarten. Grasfrosch, Erdkröte und Alpensalamander stehen auf der Liste "Gefährdung droht" und der Teichmolch gilt sogar schon als "gefährdet".

Auch die Gelbbauchunke schreit in Österreich um Hilfe.
iStock©Markus Semmler

Besonders schlecht geht es Laubfrosch, Gelbbauchunke und Kammmolch – sie sind bereits "stark gefährdet". Feuersalamander und Fadenmolch kommen in Vorarlberg nur ganz selten vor und haben ein winziges Verbreitungsgebiet, wie Ritter erklärt.

Die Gefahren:

Eine große Gefahr für die Tiere ist der Straßenverkehr, aber auch die Zerstörung ihres Lebensraums, das Trockenlegen von Gewässern, klimabedingte Austrocknung und der Einsatz von Pestiziden setzen ihnen zu. Deshalb zumindest RUNTER VOM GAS in der Dämmerung.

Der Kleine Wasserfrosch und der Teichfrosch sind sogar "vom Aussterben bedroht", weil sie laut Expertin fast vollständig durch den italienischen Wasserfrosch verdrängt worden sind.

Der Teichfrosch wird fast vollständig durch den italienischen Wasserfrosch verdrängt.
iStock©RobertSchneider

Auch heuer ruft die inatura wieder zum Amphibien-Monitoring auf. Ziel ist es, mit den gesammelten Daten ein landesweites Laichgewässer-Inventar zu schaffen, in dem festgehalten wird, welche Gewässer es gibt und welche Amphibienarten dort leben. Dieses Inventar soll später als Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen dienen. Jeder in Vorarlberg kann beim Amphibien-Monitoring mithelfen.

Sei Krötentaxi

Wenn du den Amphibien helfen willst, kannst du das mit "Zäunen, Eimern und helfenden Händen tun". Entlang der Straße wird ein Zaun aufgestellt, den die Tiere nicht überwinden können. Direkt davor werden Eimer eingegraben, damit Frösche und Kröten beim Wandern hineinfallen. Die Zaunbetreuer tragen die Tiere dann sicher auf die andere Straßenseite. So ein Projekt gibt es auch in Feldkirch. Im Vorjahr konnten dort rund 2.500 Amphibien gerettet werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.03.2026, 13:32
Jetzt E-Paper lesen