Am Freitag gab die deutsche Fußball Liga (DFL) die Videobeweis-Bilanz der Hinrunde bekannt. Diese fällt bei den Verantwortlichen durchaus positiv aus. In den 153. Bundesliga-Partien gab es insgesamt 879 durch den Videobeweis überprüfte Situationen. 248 Mal kam es zu Kontakt zwischen dem Schiedsrichter und dem Video-Referee in Köln.
Dabei wurde 183 Mal die Entscheidung des Referees auf dem Feld bestätigt. 56 Mal drehte der Videobeweis die Pfiffe um. Daraus resultierten 55 korrekte Entscheidungen. Bemerkenswert: Eine Entscheidung wurde trotzdem falsch getroffen. Dazu griff der Videoreferee zwei Mal nicht ein und sorgte ebenso für Fehlentscheidungen.
Doch trotz der positiven Bilanz ist das Ansehen des Schiedsrichter-Hilfsmittels bei den Fans sehr gering. Die Entscheidungen der Referees sind häufig nicht nachvollziehbar. Das soll nun geändert werden. Als Vorbild nahm sich die deutsche Bundesliga dabei die NFL.
Dort verkündet der Head-Referee seine Entscheidung via Lautsprecher im Stadion. Die Fans können dadurch die Pfiffe der Unparteiischen nachvollziehen. Ähnliches ist auch in Deutschland denkbar.
"Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schiedsrichter ihre Entscheidungen in Zukunft laut im Stadion verkünden. Ich halte es für sehr wichtig, die Fans mitzunehmen", erklärte Jochen Drees, der "Projektleiter Videobeweis." Außerdem sollen die TV-Bilder auf Leinwänden im Stadion laufen, sobald das in allen Arenen technisch möglich ist. "Wir wollen vom Dunkler-Keller-Image weg", so Drees weiter.
Ein erster Testlauf soll in den USA und Australien steigen. In Deutschland ist die Umsetzung noch kein Thema. (Heute Sport)