Sport

Vorschau und mögliche Aufstellungen der 24. Runde

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:06

In der 24. Runde der Bundesliga dreht sich alles um das 312. Wiener Derby. Vor allem die Wiener Austria steht im Duell mit dem Erzrivalen Rapid gehörig unter Druck. Eine Niederlage könnte nicht nur Coach Gerald Baumgartner den Job kosten, sondern auch das Ende der Hoffnungen auf Platz zwei bedeuten. Im Niederösterreich-Derby entscheidet sich, wo nächste Woche die Rote Laterne hängt, im Pack-Derby geht es um die Europacup-Ränge.

 

Sturm Graz - Wolfsberger AC

Im Duell mit dem WAC will Sturm Graz nach dem umjubelten 2:1-Erfolg über die Wiener Austria den zweiten Heimerfolg binnen fünf Tagen landen. Mit einem Sieg könnten die Grazer die Kühbauer-Elf, die nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat, überholen. Die Kärntner reisen alles andere als in Topform zum "Pack-Derby" nach Graz. In den letzten elf Spielen gab es nur einen Erfolg für die Wolfsberger. Der gelang gegen die Wiener Austria. 

Mit seinem Team will Franco Foda "zu alter Heimstärke zurückfinden. Immerhin haben wir aus den letzten drei Heimspielen sieben Punkte gemacht." Offensivspieler Donis Avdijaj sieht sein Team im Aufwind: "Mit dem letzten Sieg sind wir selbstbewusster geworden. Wir müssen daran anknüpfen", so der Schalke-Leihspieler. Nach dem Spiel gegen den WAC geht es für Sturm Graz munter weiter. Kommenden Mittwoch folgt das Nachtragsspiel gegen den SV Grödig. "Im Verlauf einer Meisterschaft braucht man alle Kaderspieler", stellte Foda klar, der rotieren will. 

Der Wolfsberger AC will gegen Sturm wieder in die Spur finden. Nur die Austria konnte in den letzten elf Spielen geschlagen werden. "Wir schaffen es im Moment nicht, zwei gute Spielhälften abzuliefern", ist WAC-Coach Didi Kühbauer etwas ratlos. Trotz alldem mischen die Kärntner im Kampf um die Europacup-Plätze weiter mit. "Sturm will uns sicher klar in die Schranken weisen. Aber unser Ziel ist es, auch nach dieser Runde vor ihnen zu sein und so lange wie möglich oben dran zu bleiben."
Die möglichen Aufstellungen: 

SK Puntigamer Sturm Graz - RZ Pellets WAC Samstag 16.00 Uhr

UPC-Arena, SR Lechner

Bisherige Saisonergebnisse: 1:2 (h), 2:0 (a).

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer, Klem - Hadzic, Offenbacher - Schick, M. Stankovic, Avdijaj - Kienast

Ersatz: Pliquett - Oschtschypko, Rosenberger, Piesinger, Gruber, Schloffer, Edomwonyi

Es fehlen: Beichler (Knieverletzung), Lovric (Knöchelverletzung), Kamavuaka (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Pfingstner, Scharifi (beide im Aufbautraining)

WAC: Kofler - Berger, Sollbauer, Rnic, Palla - Seidl, Putsche - Seebacher, P. Zulj, Jacobo - Oussale

Ersatz: Dobnik - Hüttenbrenner, Tschernegg, Baldauf, Wernitznig, Kerhe, Silvio, Drescher

Es fehlen: Standfest (gesperrt), Trdina (Nasenbeinbruch), M. Weber (Handbruch)

Auf der nächsten Seite: Red Bull Salzburg - SCR Altach
Red Bull Salzburg - SCR Altach

Red Bull Salzburg marschiert weiter Richtung Titel. Nach dem Europa League-Aus liegt die Konzentration der "Bullen" nun voll auf dem Titelgewinn. Salzburg-Coach Dai Hütter sprach zuletzt im "Sky"-Interview davon, dass es keine Konkurrenz auf dem Weg zum Titel gibt - ein Versprecher, wie der Vorarlberger später erklärte. Der Vorsprung seines Teams auf Rapid beträgt neun Punkte. Mit Altach kommt ein Gegner nach Salzburg, der in den letzten beiden Auswärtsspielen bei den Wiener Großklubs klare Pleiten bezog (2:5, 0:1).

"Die Meisterschaft ist unser Ziel, aber die Konkurrenz ist zu respektieren", stellte Hütter klar, der den Sensations-Aufsteiger endgültig aus dem Titelrennen werfen will: "Wenn wir Altach schlagen, werden wir uns von ihnen verabschiedet haben." In den beiden Saison-Duellen feierte Salzburg einen klaren 5:0-Sieg, kassierten aber auch eine deutliche 1:4-Klatsche. Trotz der Doppelbelastung der letzten Wochen sieht Hütter sein Team im Vorteil: "Die Mannschaft wirkt jetzt viel besser im physischen Bereich. Wir wollen Powerfußball bieten."

Auf Salzburg wird ein offensives Geduldspiel warten. Die Vorarlberger konnten in der laufenden Saison gleich zehn Mal zu null spielen. Von seinem Team fordert Altach-Coach Damir Canadi mehr Initiative: "Wir müssen mutiger werden und uns selbst mehr zutrauen. Nur Verteidigen wird schwierig werden." Der Aufsteiger hat laut Canadi in Salzburg nichts zu verlieren: "Unsere Chance ist, dass wir keine Chance haben." 
Die möglichen Aufstellungen: 

FC Red Bull Salzburg - Cashpoint SCR Altach Samstag, 18.30 Uhr

Red Bull Arena, SR Muckenhammer.

Bisherige Saisonergebnisse: 5:0 (h), 1:4 (a).

Salzburg: Gulasci - Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer - Lazaro, Keita, Ilsanker, Minamino - Soriano, Djuricin

Ersatz: Walke - Schmitz, Ramalho, Laimer, Bruno, Berisha, Pires

Es fehlen: Ankersen, Sabitzer (beide gesperrt), C. Leitgeb (Knieprobleme), Vorsah (Knieverletzung), Sörensen, Quaschner (beide Sprunggelenksverletzung)

Altach: Lukse - Lienhart, Zwischenbrugger, Jäger, Schreiner - Roth, Netzer, Prokopic - Tajouri, Ngwat-Mahop - Aigner

Ersatz: Kobras - Gercaliu, Luxbacher, Riverola, Seeger, Kovacec, Bodul

Es fehlen: Ortiz, Zech, Salomon (alle gesperrt), Pöllhuber (Knieprobleme)

Auf der nächsten Seite: SC Wiener Neustadt - Admira Wacker Mödling
SC Wiener Neustadt - Admira Wacker Mödling

In Wiener Neustadt steigt der große Showdown gegen den Abstieg statt. Zuletzt konnte Wiener Neustadt mit einem Sieg über Grödig die Rote Laterne an den Rivalen abgeben. Im Niederösterreich-Derby zählen für beide Teams nur drei Punkte. Die Elf von Helgi Kolvidsson startet gegen die Admiraner sogar als Favorit ins direkte Duell. Die Neustädter könnten den Vorsprung sogar auf fünf Punkte anwachsen lassen - eine kleine Vorentscheidung. 

Die Elf von Helgi Kolvidsson strotzt vor dem Niederösterreich-Derby vor Selbstvertrauen. Zwei Spiele konnte sein Team zuletzt gewinnen und damit die Rote Laterne in die Südstadt hängen. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Es ist einfach wichtig für uns, dass wir wieder dran sind", stellte der Isländer fest. Für den Aufschwung der Neustädter ist wohl der schwedische Neo-Stürmer Philip Hellquist verantwortlich: "Er ist einer, der sehr viel für das Team arbeitet. Er wird nicht nur an seinen Toren gemessen." 

Bei Admira-Coach Walter Knaller ist der Respekt vor dem Konkurrenten im Abstiegskampf groß: "Neustadt hat sich immer wieder als effektivere Mannschaft herausgestellt." Die fehlende Kaltschnäuzigkeit kostete den Südstädtern zuletzt wertvolle Punkte. Für den Admira Coach ist klar: "Verlieren verboten. Wir müssen gewinnen, um die Rote Laterna bzugeben." Trotzdem ist sich der 57-Jährige sicher: Entscheidnd ist zu wissen, dass wir gewinnen können, wenn wir unser Bestes auf den Platz bringen." 
Die möglichen Aufstellungen

SC Wiener Neustadt - FC Admira Wacker Mödling Samstag 18.30 Uhr

tadion Wr. Neustadt, SR Schörgenhofer

Bisherige Saisonergebnisse: 5:4 (h), 1:1 (a).

Wr. Neustadt: Vollnhofer - T. Kainz, Susac, Sereinig, Prettenthaler - O'Brien, Freitag - Hofbauer, Dobras, Denner - Hellquist

Ersatz: Schierl - Mally, Wimmer, Pollhammer, M. Koch, Ranftl, Maderner, Osman Ali, Schöpf, Tieber

Es fehlen: Rauter (Syndesmoseband-Einriss), Mimm (Knie-OP), J. Salamon (rekonvaleszent)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Ebner - Bajrami, Lackner, Kerschbaumer, Auer - R. Schicker, Ouedraogo

Ersatz: Siebenhandl - Katzer, Wessely, Malicsek, T. Weber, Blutsch, Grozurek, Egho, Sulimani

Es fehlen: Vastic (Schulter- und Beckenprellung), Sax (Leistenbeschwerden), Burusic (Knieverletzung), Toth (Leistenprobleme), Schachner (Achillessehnenverletzung)

Auf der nächsten Seite: SV Ried - SV Grödig
SV Ried - SV Grödig

Nach dem ersten vollen Erfolg des neuen Jahres hat die SV Ried Lust auf mehr bekommen. Die Innviertler liegen in der Tabelle als Siebenter im Niemandsland. Ein Sieg könnte den Abstand nach oben aber verkürzen. Der SV Grödig wartet 2015 noch auf den ersten Punkt, mussten sich am Mittwoch dem Tabellen-Schlusslicht aus Wiener Neustadt im Ausweich-Quartier Red Bull-Arena geschlagen geben. 

Ried entwickelte sich zuletzt wieder zu einer echten Festung der Wikinger. in den letzten sechs Heimspielen gab es drei Siege und drei Remis. Wohin es sportlich im Mittelfeld der Tabelle geht, ist noch unklar: "Wir schauen in der Tabelle nicht nach oben oder unten, damit fahren wir am besten", so der Ried-Coach. Trotz der Niederlage gegen Wiener Neustadt ist Ried-Coach Oliver Glasner von den Qualitäten des Gegners überzeugt: "Grödig war die überlegene Mannschaft. Niemand darf glauben, dass sie Kanonenfutter sein werden."

Von der Misere in Grödig lässt sich Coach Michael Baur nicht verrückt machen: "Grödig hat in den letzten Jahren erfolgreich gespielt, aber es ist klar, dass es schwierigere Zeiten auch gibt. Jetzt sind wir noch mehr gefordert", so der Tiroler. Beide Partien im Frühjahr wurden zwar verloren, nach Verlustpunkten liegen die Salzburger aber vor dem nächsten Gegner aus Ried. "Man kann nicht sagen, dass wir im Abstiegsstrudel sind. Aber wir müssen uns schon auf die Füße stellen, damit wir die Kurve kratzen", so Baur, der klarstellt: "Wir fahren überall hin, um zu gewinnen."
Die möglichen Aufstellungen: 

SV Ried - SV Grödig

Keine Sorgen Arena, SR Weinberger

Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (h), 1:0 (a).

Ried: Gebauer - Janeczek, Trauner, Filipovic - Lainer, Elsneg, Ziegl, Kragl - Murg, Thomalla, Möschl

Ersatz: Höbarth - Reifeltshammer, Pichler, Streker, Fröschl, Perstaller, Polverino, Walch

Es fehlt: Kreuzer (krank)

Fraglich: Polverino, Walch (beide Oberschenkel-Prellung)

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Cabrera, Strobl, Martschinko - Brauer, Nutz - Huspek, Tomi, Handle - Emmanuel

Ersatz: Strasser - Maak, Hart, Karner, Djuric, Venuto, Kerschbaum, Goiginger, Gschweidl

Es fehlen: Schubert (Reha nach Herzmuskelentzündung), Schütz (nach Erkrankung)

Fraglich: Venuto (Knieblessur)

Auf der nächsten Seite: FK Austria Wien - SK Rapid Wien
FK Austria Wien - SK Rapid Wien

Das 312. Wiener Derby ist für Austria-Coach Gerald Baumgartner bereits ein Schicksalsspiel. Der Salzburger ist am Verteilerkreis schwer angezählt. Bei einer Niederlage könnte der 50-Jährige seinen Hut nehmen müssen. "Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos", so der Austria-Coach. Vor dem Duell beträgt der Rückstand auf den Erzrivalen bereits zehn Punkte. Als Sechster ist ein Europacup-Platz in die Ferne gerückt, geschweige denn ein Champions League-Platz. "Für uns ist es das Spiel des Jahres", so Sportvorstand Franz Wohlfahrt. 

Die Austria-Legende weiß über die Wichtigkeit der Duelle mit Rapid: "So ein Spiel kann das Ruder herumreißen." Nach der unglücklichen Niederlage in Graz hat Baumgartner seinen Spielern am Donnerstag freigegeben: "Abschalten, kein Fußball, kein Facebook, keine Zeitungen", so die Ansage des violetten Betreuers. "Als Trainer spürst du, wie angespannt die Spieler sind." Deshalb appeliert der Austria-Coach an die Fans: "Große Bitte: Gerade in Krisenzeiten brauchen die Spieler den Support." Trotz der unterschiedlichen Vorzeichen ist für Baumgartner die Begegnung offen: "Auch Rapid hat in den vergangenen Partien trotz der Siege nicht so super gespielt. Wir können sie schlagen."

Rapid als Favorit am Verteilerkreis

Nach zuletzt klaren Erfolgen geht Rapid als Favorit ins 312. Wiener Derby. Der Tabellen-Zweite will den Erzrivalen auf Distanz halten. Bei einem Sieg wären die Hütteldorfer 13 Punkte vor der Austria. Ein Vorsprung, den die Veilchen kaum aufholen könnten. Vor den "angezählten" Veilchen sind die Grün-Weißen aber gewarnt: "Wenn man auf einen Genger trifft, der mit dem Rücken zur Wand steht, kann das gefährlich sein", so Sportdirektor Andreas Müller. "Sie sollten nicht da stehen, wo sie sind, aber mir ist egal, wo die Austria ist, solange sie hinter uns ist", so Kapitän Hofmann. 

Der Respekt bleibt aber groß: "In einem Derby spielt die Tabelle keine Rolle", weiß der grün-weiße Kapitän. Der Deutsche wird wieder in der Startelf stehen, wurde gegen Altach geschont. Rapid-Coach Zoki Barisic erwartet ein "spannendes Spiel. Zuletzt haben immer Kleinigkeiten entschieden. Wir wollen zeigen, dass wir besser sind", gibt sich der Rapid-Coach kämpferisch.  Bei bislang beiden Saison-Duellen, aus denen die Hütteldorfer nur einen Punkt mitnehmen konnten, musste Rapid einem frühen Rückstand nachlaufen. "Da haben wir den Beginn verschlafen. Das wird uns diesmal nicht passieren."
Die möglichen Aufstellungen: 

FK Austria Wien - SK Rapid Wien

Generali Arena, SR Drachta

Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (h), 3:2 (a).

Austria: Lindner - Ramsebner, Rotpuller, Sikov, Suttner - Holland, Serbest - Gorgon, Holzhauser, Royer - Zulechner

Ersatz: Hadzikic - Stronati, A. Grünwald, Kvasina, Meilinger, Ortlechner, Th. Salamon, De Paula, M. Leitgeb

Es fehlen: Stryger Larsen, Koch, Ronivaldo (alle verletzt)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Petsos, Wydra - Schaub, S. Hofmann, F. Kainz - Beric

Ersatz: Maric - Weinwurm, Schimpelsberger, Grahovac, Stangl, Schwab, Schobesberger, Starkl, Alar, Prosenik

Es fehlen: Dibon, Behrendt (beide rekonvaleszent bzw. im Aufbautraining), Kuen (Kreuzbandriss im rechten Knie)

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen