Ex-ÖSV-Trainer Charly Kahr erhält Rückendeckung, nachdem Missbrauchs-Anschuldigungen den inzwischen 85-jährigen massiv belasten.
Kurzer Rückblick: Die "Süddeutsche Zeitung" hatte schwere Vorwürfe gegen die einstige Trainerlegende geäußert. In seiner Ära hätte ein "Klima des Missbrauchs" geherrscht. Kahr wurde der Vergewaltigung bezichtigt – von anonymen Quellen.
Das Solidaitätsschreiben
Jetzt machen sich Ex-Skistars für Charly Kahr stark. Sie haben ihm ein Solidaritätsschreiben zukommen lassen.
"Wir haben erfahren, dass du dich vor Gericht wegen der Beschuldigung von sexuellen Übergriffen wehrst. Das finden wir richtig und wünschen dir, dass dabei deine Unschuld bestätigt wird", heißt es dort.
Zwei Olympiasiegerinnen unterschrieben
Unterzeichnet haben das Schreiben die Olympiasiegerinnen Annemarie Moser-Pröll und Olga Paal, Monika Kaserer, Lea Sölkner, Wiltrud Drexel, Brigitte Habersatter-Totschnig und weitere Weltcup Siegerinnen aus den 1960er und 70er-Jahren.
"Wir haben uns alle sehr darüber geärgert, dass Medien anonymisierte Personen auftreten lassen, die sich plötzlich an Vorkommnisse vor 50 Jahren erinnern wollen und damit dich in einer dich in einer breiten Öffentlichkeit mit heftigen Vorwürfen diskreditieren", stellen die früheren Skiläuferinnen klar.
"Während unserer aktiven Zeit im Rennsport haben wir nie eine negative Wahrnehmung von physischer oder psychischer Gewalt deinerseits erfahren. Du hast uns alle sehr gefordert, was unsere Leistungsbereitschaft und unseren Kampfeswillen betraf, aber niemals durch einen inakzeptablen Umgang. In unserer Erinnerung finden sich Kameradschaft, Freundschaft und Kampfgeist."
Kahr klagt Ex-Rennläuferin
Kahr hat eine ehemalige Vorarlberger Skiläuferin wegen übler Nachrede geklagt, weil diese Annemarie Moser-Pröll eine wütende WhatsApp-Nachricht geschickt hatte, in der sie schwere Vorwürfe gegen Kahr erhob. (Heute Sport)