Gesundheitsplan 2040+

VP-Hackl: "Wäre unverantwortlich, nicht zu handeln"

Im Rahmen der zweitägigen Arbeitsklausur der VPNÖ nahm Klubobmann Kurt Hackl zu wichtigen Themen Stellung – Gesundheit, Budget, Raumordnung.
Niederösterreich Heute
15.04.2026, 13:13
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Anlässlich der zweitägigen Klubklausur der Volkspartei Niederösterreich in Neuhofen/Ybbs (Bezirk Amstetten) informierte die VPNÖ im Rahmen einer Pressekonferenz über "Weichenstellungen" und Arbeitsschwerpunkte in den kommenden Wochen in NÖ.

"Gute Politik erkennt Probleme, spricht sie an, stellt Lösungen vor und setzt sie um. Das tun wir in allen Bereichen – aber in einem ist die Antwort ganz besonders umfangreich: Beim Gesundheitsplan 2040+. Mit den Freiheitlichen, den Sozialdemokraten und den NEOS in Niederösterreich ist der überwiegende Teil der Landespolitik bereit, gemeinsam Verantwortung zu tragen – und das ist gut so. Denn ein Sprichwort sagt: Mit der Gesundheit spielt man nicht. Und ich finde es deshalb enttäuschend, dass die Grünen aus parteitaktischen Gründen diese Verantwortung nicht wahrnehmen. Unsere Landsleute haben die beste Behandlung zur richtigen Zeit am richtigen Ort verdient – das ist wichtiger als jedes Kirchturmdenken", so Klubobmann Kurt Hackl.

"Halten an der Umsetzung fest"

Er führte weiter aus: "Natürlich ist uns aber allen klar, dass Veränderungen verunsichern. Neue Wege erzeugen Sorge und Populisten bekommen leichtes Spiel. Mit dem Blick in die zu erwartende Zukunft sage ich jedoch ganz offen: Es wäre unverantwortlich, nicht zu handeln – deshalb halten wir an der Umsetzung fest. Der Gesundheitsplan 2040+ ist nicht das Symptom für die Herausforderungen im Gesundheitswesen, sondern die Lösung."

Neues Weinviertel-Spital

Ein Großprojekt betrifft das neue Weinviertel-Spital. Wie sieht es hier aus? "Mit der Standortfindung für das Klinikum Weinviertel Süd-West stehen wir vor dem nächsten wichtigen Meilenstein des Gesundheitsplans. Der Prozess läuft auf Hochtouren, 14 in Frage kommende Grundstücke werden durch eine Standortfindungskommission unter dem Vorsitz von Professor Gottfried Haber bewertet. Die Ergebnisse werden in absehbarer Zeit vorliegen. Und auch in diese Kommission haben wir Vertrauen, dass sie fundiert und mit guter Begründung eine Empfehlung abgibt, welcher Standort aus fachlicher Sicht der Beste ist."

Kritik am Generationenfonds lasse Hackl nicht gelten: "Klubobfrau Krismer sollte lange genug im NÖ Landtag sein, um zu wissen, wie der Generationenfonds funktioniert. Wer bei der umsichtigen Veranlagungsstrategie von 'zocken' spricht, disqualifiziert sich selbst als unwissend. Zu kritisieren, dass man angesparte Erträge bei Bedarf realisiert, ist finanzpolitisch für mich nicht nachvollziehbar."

Obsorge von minderjährigen Flüchtlingen

Ein brisantes Thema war in den letzten Tagen auch eine Flüchtlingsfrage: "Der neue Gesetzesvorschlag der SPÖ-Justizministerin zur Obsorge von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab Tag eins ihrer Ankunft beschäftigt uns aktuell im Land. Dazu haben wir den Konsultationsmechanismus zwischen Bund und Ländern ausgelöst. Wir wehren uns dagegen, wenn einseitig Verantwortung weggeschoben wird und Bundesländer gegen ihren Willen – finanziell wie auch personell – mehr belastet werden sollen. Für uns ist der vorliegende Vorschlag der SPÖ-Justizministerin inakzeptabel, denn es wird damit die EU-Vorgabe übererfüllt."

Es liege "für uns auf der Hand, dass der Vorschlag auf ein Mindestmaß zurückgestutzt werden sollte oder die Auswirkungen voll durch den Bund abgegolten werden müssen. Dazu hat diese Woche ein erstes technisches Treffen auf Beamtenebene zwischen Justizministerium und Land stattgefunden. Der Ball liegt nun bei der SPÖ-Justizministerin. Denn mittlerweile haben laut unseren Informationen auch Salzburg und die Steiermark den Konsultationsmechanismus ausgelöst, da sie ebenfalls unzufrieden sind mit dem vorliegenden Vorschlag. Für mich ist in dieser Frage jedenfalls noch nicht das letzte Wort gesprochen", so Klubobmann Hackl.

Klubklausur der VPNÖ – im Bild: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
VPNÖ

Und: "Gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stv. Stephan Pernkopf werden wir morgen eine Reform der NÖ Raumordnung präsentieren. Mit dieser wollen wir das physische Wachstum der digitalen Zukunft Niederösterreichs in geordnete Bahnen lenken, um Gemeinden und Unternehmen in diesem Bereich Rechtssicherheit zu geben. Mit der Strategie legen wir einen Plan vor, wie wir mit großflächigen und energieintensiven Rechenzentren in Zukunft umgehen wollen. Und wir liegen in der Endphase der Budgetverhandlungen. 380 Millionen Euro an Ausgabenreduktion sind aufgrund des Stabilitätspakts 2027 und 2028 notwendig", so Hackl.

Auch auf der kulturellen Ebene werde ein Zeichen gesetzt: "Die Landesausstellung 2026 steht unter dem für diese Zeit so treffenden Motto 'Wenn die Welt Kopf steht'. Denn dieses Gefühl haben wir alle, wenn wir jeden Tag auf die Welt schauen. Krieg hier, Gewalt dort, eine Vielzahl an Konflikten und Problemen über den ganzen Globus verteilt. Eine Krise löst die nächste ab. Das Weltgeschehen, gerade unter einem US-Präsidenten Trump, scheint unter dem Motto zu stehen: Alles ist möglich. Nix ist fix!"

"Land der Anpacker und Umsetzer"

Und weiter: "Es wird aber auch einmal mehr klar, wenn man an daheim denkt: In Niederösterreich lebt es sich gut. Wir sind das Land der Anpacker und Umsetzer, die jeden Tag einen Beitrag leisten, um Niederösterreich und ihr Lebensumfeld ein Stück lebenswerter zu machen. Der Arbeitnehmer, der für Wertschöpfung sorgt. Die Unternehmerin, die investiert, um Arbeitsplätze zu schaffen. Oder der Landwirt, der mit seinen Lebensmitteln unsere Lebensgrundlage sichert. Sie sind das starke Fundament für den Wohlstand in unserem Land. Unsere Politik ist daher darauf ausgerichtet, die Fleißigen zu fördern und zu stärken – das ist unsere Mission Niederösterreich", so Klubobmann Hackl abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.04.2026, 13:13
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