Nach mehr als zwei Jahrzehnten könnte eine der bekanntesten ORF-Sendungen vor dem Aus stehen. Rund um die "Millionenshow" gibt es Gerüchte über eine mögliche Einsparung. Moderator Armin Assinger weiß selbst noch nicht, wie es langfristig weitergeht – zumindest für 2027 gibt er aber Entwarnung.
"Ehrlicherweise kann ich da gar nichts dazu sagen. 2027 läuft es auf jeden Fall noch weiter, weil wir heuer vier Aufzeichnungen ins nächste Jahr gezogen haben. Dann schauen wir einmal, was passiert. Man kann ja nicht mehr tun als abwarten und Kaffee trinken in diesem Fall", sagt Assinger im Interview mit der "Kleinen Zeitung".
Ein Ende der beliebten Quizshow würde der langjährige Moderator schade finden. "Es wäre jedenfalls schade – dann hätte der ORF gar kein eigenes Quiz mehr. Das Format ist am Montagabend etabliert, was bringt man da als Ersatzprogramm, noch mehr Landkrimis? Und wenn man etwas Neues entwickelt, kostet das viel Geld, und man weiß nicht, ob es besser funktioniert."
Assinger steht bereits seit der 112. Folge für die "Millionenshow" vor der Kamera. "Das ist schon brutal lange, ein Vierteljahrhundert, wenn man so denkt. Das ist irre." In dieser Zeit habe er erlebt, wie sehr die Sendung das Leben von Kandidaten verändern könne. Besonders unangenehm sei es für ihn, wenn jemand seinen gesamten Gewinn verliere.
Dass er einmal so lange durch die Sendung führen würde, hatte Assinger selbst nicht erwartet. Bei einem internen ORF-Casting setzte er sich unter anderem gegen Dieter Chmelar, Robert Kratky, Dorian Steidl, Wolfram Pirchner, Oliver Auspitz und Roland Adrowitzer durch.
An eine jahrzehntelange Karriere als Quizmaster dachte er damals nicht. "Niemals. Ich bin mit der Vorstellung hingefahren, eine Duftmarke zu setzen." Seine Mundart und seine damals für eine Prime-Time-Show ungewöhnliche Art kamen offenbar gut an.
Ob die "Millionenshow" auch nach 2027 weitergeht, ist damit offen.