Nach landesweiten Ermittlungen

Über 60 Autos aufgebrochen – Mann nun festgenommen

Nach einer Serie von Einbruchsdiebstählen in fünf Bundesländern wurde ein 49-Jähriger wochenlang observiert und auf frischer Tat festgenommen.
Newsdesk Heute
21.08.2026, 12:33
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Ein 49-jähriger Mann ist nach einer Serie von Einbruchsdiebstählen in abgestellte Autos festgenommen worden. Die Polizei konnte den Verdächtigen in Brunn am Gebirge auf frischer Tat erwischen. Laut Ermittlern soll er hochwertige Fahrzeugteile gestohlen haben. Insgesamt gibt es rund 60 Tatorte in fünf Bundesländern - der Gesamtschaden dürfte mehrere hunderttausend Euro ausmachen.

Alles begann mit einem Einbruch Anfang Juli in Graz: Auf dem Gelände eines Autovermieters wurden in der Nacht mehrere Autos aufgebrochen. Die Täter schlugen Scheiben ein, öffneten Motorhauben und bauten gezielt verschiedene Fahrzeugteile aus. Vor allem Lichtmodule, Motorhauben und Frontschürzen wurden gestohlen.

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60 Tatorte in fünf Bundesländern

Bei ihren Ermittlungen kamen die Grazer Kriminalisten einer mutmaßlich österreichweit agierenden Bande auf die Spur. Die Polizei konnte bisher rund 60 ähnliche Tatorte in der Steiermark, im Burgenland, in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich zuordnen.

Dabei entdeckten die Ermittler auch ein Fahrzeug, das bei mehreren Taten verwendet worden sein dürfte. Die Spur führte zu einem 49-jährigen ungarischen Staatsbürger, der in seiner Heimat bereits wegen Eigentumsdelikten vorbestraft ist. Ein weiteres Auto war ebenfalls auf ihn zugelassen. Dieses wurde Ende Juni nach einem ähnlichen Einbruch in Wien-Favoriten in der Nähe des Tatorts stehen gelassen - damals gelang dem Täter die Flucht.

Täter wurde lange beschattet

Nach diesen Erkenntnissen arbeiteten Ermittler aus dem Burgenland, Niederösterreich und Wien eng mit den Grazer Kriminalisten zusammen. Anfang August reiste der 49-Jährige erneut nach Österreich ein und wurde unter anderem bei Autohäusern und Firmenparkplätzen beobachtet. Er verließ das Land aber wieder, ohne dass ihm eine konkrete Straftat nachgewiesen werden konnte.

Zugriff auf frischer Tat

Am Abend des 18. August 2026 kam der Verdächtige wieder über den Grenzübergang Klingenbach ins Burgenland. Die Polizei heftete sich an seine Fersen und verfolgte ihn bis in ein Industriegebiet in Brunn am Gebirge. Dort kundschaftete der Mann mit einem E-Scooter die Gegend aus.

In der darauffolgenden Nacht trug er zuvor gestohlene Lichtmodule und Motorhauben von einem Autohaus zu seinem in der Nähe abgestellten Auto. Genau in diesem Moment griffen die Beamten aus Niederösterreich zu: Sie nahmen den 49-Jährigen beim Verladen der Teile fest. Bei diesem Einbruch entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro.

Der Verdächtige wurde nach Graz gebracht und zeigte sich bei seiner Einvernahme teilweise geständig. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete seine Einlieferung in die Justizanstalt Graz-Jakomini an. Die Ermittlungen zu weiteren Tatorten und möglichen Mittätern laufen noch. Nach aktuellem Stand dürfte sich der Gesamtschaden der bekannten Fälle auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.08.2026, 12:33