Die Inflation geht zurück, doch beim Blick auf einzelne – durchaus auch wichtige – Preise dürften viele in Schock verfallen. Im Juli 2026 wurden die Preise um 2,8 Prozent teurer (im Vergleich zum Juli 2025). Im Juni waren es noch 3,2 Prozent.
Die Detaildaten zeigen gewaltige Unterschiede in der Teuerungsrate: Manche Preise sind innerhalb eines Jahres um mehr als 80 Prozent gestiegen, während andere Produkte deutlich weniger kosten.
Ganz oben auf der Liste steht die E-Card-Gebühr: Sie verteuerte sich gegenüber Juli 2025 um satte 81,2 Prozent. Der alte Preis lag bei 13,80 Euro pro Jahr, jetzt sind es 25 Euro.
Besonders bitter ist die Entwicklung für Autofahrer. Diesel kostet laut den Detaildaten um 19,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, Superbenzin um 15,1 Prozent.

Auch das Abstellen des Autos geht stärker ins Geld: Parkgebühren verteuerten sich um 22,3 Prozent, das Parkpickerl um 11,6 Prozent.
Insgesamt war der Bereich Verkehr mit einem Plus von 6,4 Prozent weiterhin der größte Inflationstreiber. Bei den Treibstoffen insgesamt betrug der Preisanstieg 17,6 Prozent.
Auch beim Einkauf gibt es heftige Ausreißer. Erdbeeren verteuerten sich binnen eines Jahres um 34 Prozent. Eier kosten um 4,5 Prozent mehr, Rindsschnitzel um 9,1 Prozent und Putenbrustfleisch um 8,3 Prozent mehr.
Bei anderen Lebensmitteln zeigt sich hingegen ein völlig anderes Bild. Butter wurde im Jahresvergleich um 26,2 Prozent billiger. Haltbarmilch kostet 20,6 Prozent weniger, Kartoffeln sind um 16,5 Prozent günstiger und Zwiebeln um 15,8 Prozent.
Auch Äpfel und Birnen verbilligten sich jeweils um 11,4 Prozent. Eine Semmel kostet im Schnitt um 5 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres, Weizenmehl um 4,1 Prozent weniger.
Genau hier macht sich auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel bemerkbar. Seit 1. Juli wurde sie von 10 auf 4,9 Prozent reduziert.
"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" waren dadurch im Schnitt um 0,4 Prozent günstiger als noch vor einem Jahr. Allein Nahrungsmittel verbilligten sich um 0,5 Prozent.
Für Haushalte ergibt sich ebenfalls ein gemischtes Bild. Strom war im Juli im Jahresvergleich um 10,4 Prozent billiger.
Schlechte Nachrichten gibt es wenige Wochen vor der Heizsaison: Wer mit Heizöl oder Pellets heizt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Heizöl verteuerte sich um 26,9 Prozent, Holzpellets bei Großabnahme sogar um 31,3 Prozent. Gas kostet im Schnitt um 4,6 Prozent mehr.
Auch bei den Mieten bleibt der Druck hoch. Die Wohnungsmiete über alle Kategorien hinweg verteuerte sich laut Detaildaten um 4,9 Prozent.
Unterm Strich zeigt sich ein ungewöhnliches Bild: Während zahlreiche einzelne Preise kräftig gestiegen sind, wurde der typische tägliche Einkauf insgesamt günstiger.
Der sogenannte Mikrowarenkorb, der unter anderem Lebensmittel und den Kaffee im Kaffeehaus umfasst, verbilligte sich gegenüber Juli 2025 um 1,4 Prozent.
Beim wöchentlichen Einkauf sieht es anders aus. Der Miniwarenkorb, in dem zusätzlich etwa Treibstoffe enthalten sind, verteuerte sich im Jahresvergleich um 3,2 Prozent.