1.000 landen im Spital

Wespen, Hornissen, Bienen – Jährlich sterben 7 Menschen

Stiche von Wespen, Bienen und Hornissen können gefährlich werden. In zehn Jahren starben in Österreich 68 Menschen nach Kontakt mit den Insekten.
Österreich Heute
18.08.2026, 12:58
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Sie sind eine wahre Plage: Alle sprechen über die große Anzahl der Wespen heuer. Ein Stich ist zumindest schmerzhaft, kann für manche zur ernsten Gefahr werden.

Wie schlimm die Gefahr von Insektenstichen wirklich ist, zeigen die Zahlen: Zwischen 2016 und 2025 starben insgesamt 68 Menschen nach Kontakt mit Hornissen, Wespen oder Bienen. Das sind im Schnitt fast sieben Todesfälle pro Jahr, so eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

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2024 wurde mit 13 Todesfällen der höchste Wert innerhalb dieser zehn Jahre verzeichnet. Im Jahr 2025 kamen sieben Menschen nach Kontakt mit Hornissen, Wespen oder Bienen ums Leben.

9.617 Menschen stationär behandelt

Noch höher ist die Zahl der Menschen, die nach einem Stich im Spital landen. Zwischen 2015 und 2024 mussten insgesamt 9.617 Personen nach Insektenstichen inklusive Spinnen stationär behandelt werden.

Das sind im Schnitt fast 1.000 stationäre Behandlungen pro Jahr. Patienten, die lediglich in einer Ambulanz oder bei einem niedergelassenen Arzt behandelt wurden, sind darin nicht enthalten.

Diese Warnzeichen solltest du kennen

Besonders gefährlich können Insektenstiche für Allergiker werden. Geschwollene Augen oder eine geschwollene Zunge können auf eine allergische Reaktion nach einem Bienen- oder Wespenstich hindeuten. Auch Hustenreiz und ein juckender Ausschlag am ganzen Körper sind mögliche Warnzeichen.

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"Besonders wichtig ist es im Notfall rasch zu reagieren, die Rettung zu rufen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Ist die Allergie bereits bekannt, so kann man auch präventiv nach ärztlicher Rücksprache im Sommer immer ein sogenanntes Notfall-Set bei sich tragen, welches in der Regel Kortison-Tabletten, Antihistamin-Tabletten und einen Adrenalin-Pen enthält", sagt Dr. Johanna Trauner-Karner vom KFV.

Treten entsprechende Warnzeichen auf, soll rasch Erste Hilfe geleistet und die Rettung unter 144 verständigt werden. Je nach Situation zählen dazu etwa das Hochlagern der Beine, die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit sowie notwendige Wiederbelebungsmaßnahmen.

Nicht hektisch werden

Auch beim Umgang mit Wespen und anderen Insekten gibt es einiges zu beachten. Wer von ihnen umkreist wird, sollte hektische Bewegungen vermeiden.

"Wird man von potenziell gefährlichen Insekten umkreist, sollten hastige Reaktionen vermieden werden, damit sich die Tiere nicht bedroht fühlen und zustechen. Beim Betreten von Grünflächen ist es außerdem ratsam, feste Schuhe zu tragen", so Dr. Trauner-Karner.

Bei Getränkedosen aufpassen

Vorsicht ist auch beim Essen und Trinken im Freien angesagt. Wespen werden unter anderem von Mistkübeln und Süßspeisen angelockt.

Besonders genau solltest du bei Dosen und dunklen Flaschen hinschauen. Insekten können hineinkriechen und anschließend leicht übersehen werden. Empfohlen wird deshalb, aus Gläsern zu trinken oder das jeweilige Gefäß nach jedem Schluck wieder fest zu verschließen.

Wer bereits von einer Allergie weiß, sollte einen Allergiepass bei sich tragen und sein näheres Umfeld darüber informieren. Nach ärztlicher Rücksprache sollte außerdem das notwendige Notfall-Set mitgeführt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.08.2026, 12:58