Natur in Gefahr

"Wäre so einfach" – Ärger über Hundekot im Natur-Idyll

Im Kösslbachtal in Schardenberg sorgt liegen gelassener Hundekot für Ärger. Ein Einheimischer greift nun mit Humor zu einem besonderen Mittel.
Oberösterreich Heute
03.07.2026, 04:00
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Das Kösslbachtal in Kneiding bei Schardenberg zählt zu den schönsten Wanderzielen des Innviertels. Zwischen schattigen Wäldern, saftigen Wiesen und dem wildrauschenden Kösslbach genießen jedes Jahr zahlreiche Ausflügler die unberührte Natur. Doch ausgerechnet dort trübt ein immer größer werdendes Problem die Idylle: Immer öfter bleibt Hundekot auf Wanderwegen und Wiesen liegen.

Besonders betroffen ist Joe Zauner, den viele in der Region nur als "Sägerer-Sepp" kennen. Der Besitzer eines venezianischen Sägewerks aus dem Jahr 1870 setzt sich seit Jahren für den Erhalt des kulturhistorischen Bauwerks und den Schutz der Natur ein. Umso mehr ärgert ihn das Verhalten mancher Hundebesitzer.

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"Es wäre so einfach"

"Es wäre so einfach, das Häufchen in ein Hundesackerl zu geben", sagt Zauner. Für ihn geht es dabei nicht nur um ein sauberes Landschaftsbild. Hundekot auf Wiesen kann auch für Landwirte zum Problem werden. Gelangt er ins Heu, können Kühe, Pferde und andere Nutztiere dadurch gesundheitlich beeinträchtigt werden.

Des Menschen Freund

Des Menschen Freund, das ist der Hund,
doch ist es leider nicht gesund,
wenn er sein Häufchen in die Wiese macht.
Der Hundehalter/-in hat wohl nicht bedacht,
dass dieses Heu dann Pferde, Kühe und andere Tiere fressen
und sind von Krankheit dann besessen.
Das zeigt vom Charakter dieser Leute,
dass ihnen Landwirtschaft egal ist heute.
Wenn man so ein Tier hat, müsst' man meinen, das Hirn und Leine,
und auch das Sackerl ist das seine.
Drum nehmt die Häufchen mit dem Sackerl weg,
es ist bestimmt für einen guten Zweck.
Drum Hundehalter/-in, sei bedacht
und gebt auf eure Tiere acht!!!

(Joe Zauner)

Statt mit erhobenem Zeigefinger zu mahnen, setzt der Kneidinger auf Humor. Kurzerhand verfasste der "Sauwaldautor" zwei Gedichte über Hundekot und befestigte sie gut sichtbar an seinem Wohnhaus. Vorbeikommende Spaziergänger sollen die gereimten Zeilen lesen und die Botschaft mit einem Schmunzeln mitnehmen.

Das Kösslbachtal ist seit Jahren ein beliebtes Ziel für Wanderer. Viele Touren starten beim traditionsreichen "Wirt z' Kneiding" und führen durch das naturbelassene Tal bis zur Mündung des Kösslbachs in die Donau. Dort wartet ein beeindruckender Ausblick auf den mächtigen Strom. Auch Pferdekutschen sind auf den Wegen immer wieder unterwegs - etwa mit dem Schardenberger Kutscher Siegi Glöckl.

Zauner hofft nun, dass sein ungewöhnlicher Appell Wirkung zeigt. Denn für ihn ist klar: Wer die Natur genießen will, sollte auch dazu beitragen, dass sie sauber und lebenswert bleibt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.07.2026, 04:00
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