Das Ski-Märchen ist wahr geworden! 20 Jahre nach Hermann Maier in Nagano 1998 gibt es wieder einen Super-G-Olympiasieger in Rot-Weiß-Rot. Matthias Mayer holte sensationell Gold im Super-G! Silber ging an Beat Feuz, Kjetil Jansrud holt Bronze.
Der italienische Speed-Trainer hat einen sehr selektiven Kurs in den koreanischen Kunstschnee gesetzt. Gleich die ersten beiden Piloten Peter Fill (ITA) und Mauro Caviezel (SUI) fuhren an einem Tor vorbei. Die Funkgeräte glühten heiß, Vincent Kriechmayr mit der Startnummer 3 sah als erster Fahrer das Ziel.
Hannes Reichelt blieb im Mittelteil bei einem Tor hängen, das kostete dem Routinier im Endeffekt die Chance auf eine Medaille, es wurde nur Platz elf. Die Zeit von Kriechmayr gewann immer mehr an Bedeutung, doch Titelverteidiger Kjetil Janrud packte die Kampflinie aus. Der Norweger setzte sich deutlich an die Spitze.
Unfassbare Fahrt von Mayer
Die Festspiele der Super-Elche gingen weiter, Abfahrts-Champion Aksel Lund Svindal schaffte es nicht nicht ganz nach vorne, setzte sich aber auf den zweiten Platz. Für Kriechmayr wurde es nichts mit einer Medaille (am Ende Rang 6), weil Blaise Giezendanner (FRA) mit einer frechen Fahrt Platz zwei eroberte.
Alles sah nach dem nächsten Debakel aus, Max Franz hatte keine Chance und landete auf Platz 15. Dann schlug die große Stunde von Matthias Mayer! Der angeschlagene Kärntner biss nach seinem Sturz in der Kombination die Zähne zusammen und erwischte eine geniale Fahrt.
Jansrud schlief im Ziel das Gesicht ein, Mayer knallte die neue Bestzeit hin. Nur noch bei Beat Feuz musste der Kärntner zittern, der Schweizer schnappte sich noch Silber, Jansrud blieb die Bronze-Medaille. Dann war Gold für Mayer fix! Nach 2014 in der Abfahrt krönte sich der 27-Jährige abermals zum Olympiasieger!
(Heute Sport)