"Gesamtprognose nicht gut"

Wal-Alarm – er steckt wieder fest und hat Hautprobleme

Der Zustand des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals bleibt kritisch. Fachleute hoffen weiter auf eine selbstständige Rettung des Tieres.
Newsdesk Heute
01.04.2026, 10:42
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Die Lage für den Buckelwal, der seit Wochen durch die Ostsee irrt, bleibt weiterhin kritisch. Am Mittwoch lag das Tier noch immer vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern fest. Das hat ein Sprecher vom Landesumweltministerium in Schwerin bestätigt. "Er atmet und hat Bewegungen gemacht, aber sich nicht von der Stelle bewegt."

Helfer von Greenpeace wollten den Wal am Mittwoch in der Früh noch einmal von einem Boot aus begutachten. Danach sollte die Situation neu eingeschätzt werden, so der Sprecher weiter.

"Gesamtprognose nicht gut"

Der Buckelwal, der zuletzt tagelang in der Wismarer Bucht festsaß, konnte sich am Montagabend zwar kurz befreien. Doch laut Behörden und Experten ist er am Dienstagnachmittag wieder in flacheres Wasser geraten und festgesessen. Weil der Wal ohnehin schon geschwächt ist, wollten ihm die Helfer und Experten vorerst wieder Ruhe gönnen.

"Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut", erklärten das Schweriner Umweltministerium und Umweltschützer am Dienstagabend gemeinsam. Die Lage "bleibt kritisch". "Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass der Wal sich aus eigenem Antrieb wieder in Bewegung setzt", so die gemeinsame Erklärung weiter.

Wal hat Hautprobleme

Der Buckelwal ist rund zwölf bis 15 Meter lang und irrt laut Behörden seit etwa vier Wochen durch die Ostsee. Am Montag vergangener Woche ist das Tier erstmals vor der schleswig-holsteinischen Küste auf einer Sandbank gestrandet. Mit Hilfe von Baggern konnte es damals befreit werden.

Seit Samstag sitzt es aber wieder in der Wismarer Bucht in Mecklenburg-Vorpommern fest. Am Montagabend hat sich der Wal erneut aus eigener Kraft gelöst, nachdem Experten ihn durch akustische Reize zum Schwimmen motiviert haben. Am Dienstag war der Wal für ein paar Stunden verschwunden, tauchte aber dann wieder in der Wismarer Bucht auf.

Große Wale sind in der Ostsee eigentlich nicht heimisch, weil die Bedingungen dort nicht passen. Der von Medien "Timmy" getaufte Buckelwal leidet laut Fachleuten unter starken Hautproblemen, weil der Salzgehalt in der Ostsee so niedrig ist. Außerdem hat er Netzreste im Maul, die bis jetzt nur teilweise entfernt werden konnten.

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