Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat erneut klargestellt, dass es keine Verhandlungen mit den USA gibt. "Es gibt keine Grundlage für Verhandlungen", sagte Araghtschi in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender Al Dschasira. Brisant: In der Nacht auf Donnerstag soll eine große Rede vom US-Präsidenten Donald Trump geben, für die er eine große Iran-Ankündigung versprochen hat.
"Wir bekommen Botschaften von der amerikanischen Seite, einige direkt und einige über unsere Freunde in der Region, und wenn nötig antworten wir auf diese Botschaften", schilderte der Minister weiter. Einige dieser Botschaften seien auch direkt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff ausgetauscht worden.
Berichte aus iranischen Medien, wonach Teheran einen Gegenvorschlag zu einem in der Vorwoche von den USA präsentierten 15-Punkte-Plan gemacht haben soll, wies Araghtschi zurück. Die iranische Regierung habe "nichts als Antwort angeboten"; bei den Berichten über einen angeblichen iranischen Gegenvorschlag handle es sich lediglich um "Vermutungen", sagte der Minister.
Teheran habe "null" Vertrauen zur US-Regierung und werde keine Waffenruhe akzeptieren, betonte Araghtschi. Stattdessen fordert er ein "vollständiges Ende des Krieges" und Reparationszahlungen für die Kriegsschäden im Iran.
Die USA und Israel haben am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Seither reagiert Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Auch die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen greift mittlerweile mit Angriffen auf israelisches Gebiet in den Krieg ein.