Das Drama um Buckelwal Timmy spitzt sich zu. Das zwölf Meter lange Tier ist vor der deutschen Insel Poel gestrandet, steckt tief im Meeresboden fest und kämpft seit Wochen ums Überleben.
Am Dienstag kam die bittere Entscheidung: Experten und Politiker sehen keine Chance mehr auf Rettung. Der Wal sei nicht transportfähig. Auch ein Einschläfern kommt nicht infrage. Stattdessen soll Timmy jetzt einfach liegen bleiben. Keiner kann sagen, wie lange er noch zu leben hat.
Für den österreichischen Konzertmanager Klaus Leutgeb ist das kaum zu ertragen. "Das Drama bricht einem das Herz", sagt er im Gespräch mit "Heute".
Der Top-Manager, der sonst Weltstars wie Robbie Williams oder Helene Fischer nach Österreich holt, wollte helfen. Bis zu 50.000 Euro bot er an, um eine Bergung möglich zu machen. Er stand in Kontakt mit Politikern vor Ort.
Er wollte verhindern, dass eine mögliche Rettung am Geld scheitert. Doch daraus wird wohl nichts. "Ich bin traurig und enttäuscht", sagt Leutgeb nach der Entscheidung der Experten. Aufgeben will er aber nicht. Sein Angebot steht weiterhin.
"Aus Tierliebe würde ich, wenn ich könnte, dennoch probieren das Tier zu bergen. Es nicht zu versuchen, käme für mich nicht in Frage."
Für ihn ist klar: Ein Versuch wäre besser gewesen als nichts zu tun. "Was spricht dagegen?", fragt er. Und weiter: "Wenn der Wal wirklich so schwer krank ist, und untergehen würde, dann ist das der normale Todesvorgang eines Buckelwals."
Dass Timmy nun einfach sich selbst überlassen wird, versteht der Manager nicht. "Wenn man entscheidet, den Wal nicht zu bergen, dann würde ich ihn erlösen."
Ratlos blickt er auf die Situation: "In Zeiten, in denen wir ins All fliegen, verstehe ich diese Geschichte nicht."