Ein verirrter Buckelwal sorgt in Deutschland seit Tagen für Schlagzeilen: "Timmy" steckt in der Ostsee fest und ist stark geschwächt. Nach mehreren gescheiterten oder verworfenen Rettungsversuchen beschränken sich die Behörden darauf, das Tier zu beobachten, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Der Fall bewegt viele Menschen – und sorgt auch über die Landesgrenzen hinaus für Diskussionen.
Am Dienstagnachmittag gaben die zuständigen Behörden in einer Pressekonferenz ein Update. Man habe in den vergangenen Tagen zahlreiche Untersuchungen unter Wasser durchgeführt. Ziel sei immer gewesen das Tier zu retten.
Doch auch die jüngsten Untersuchungen ergaben, dass der Buckelwal wohl nicht mehr gerettet werden kann. Spuren an der Haut würden zeigen, dass Timmy möglicherweise von einer Schiffschraube verletzt wurde. Die Experten-Kommission rät auch deshalb davon ab, das Tier zu bergen. Seine Haut sei zu sehr angegriffen, ein Transport könne den Wal zu sehr stressen.
Wie der zuständige Minister auf Nachfrage betonte, werde Sterbehilfe jedoch ausgeschlossen. "Das sind Maßnahmen, die sind nicht zu akzeptieren", so Backhaus, der "drei, vier" Varianten wie etwa die Tötung durch eine Harpune prüfen ließ. Einzige Option sei es jetzt, das Tier in Ruhe sterben zu lassen. Wie lange dieser Prozess nun dauern wird, ist unklar.