Am Dienstag lag der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel in Deutschland bei 2,50 Euro – ein neuer Negativrekord. Kurz zuvor hatte der Preis noch bei 2,41 Euro gelegen. Auch Benzin bleibt auf hohem Niveau: Super kostet im Schnitt 2,29 Euro pro Liter, Super E10 liegt bei 2,24 Euro.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der eine neue Regelung gilt: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen, Senkungen sind jedoch jederzeit möglich. Seit Einführung dieser 12-Uhr-Regel wurden dennoch nahezu täglich neue Höchststände verzeichnet, berichtet die "Bild". Lediglich am Ostermontag lag der Preis für Superbenzin mit 2,29 Euro um einen Cent unter dem Vortag.
Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) zeigt sich angesichts der Entwicklung "enttäuscht und entsetzt" über das Verhalten der Mineralölkonzerne während der Feiertage. Der Markt sei "dysfunktional", so der Verband. Als mögliches Vorbild nennt er Luxemburg, wo staatliche Preisvorgaben und niedrigere Steuern laut TIV zu "Spritpreise von deutlich unter 2 Euro" führen. Gefordert werden daher stärkere staatliche Eingriffe sowie eine geringere Steuerbelastung – dafür brauche es vor allem "politischen Mut".

Auch in Österreich stiegen die Spritpreise am Ostermontag. Ein Liter Diesel kostete laut aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control im österreichweiten Schnitt 2,188 Euro, Super kostete 1,754 Euro pro Liter. Am Ostersonntag lagen die Preise bei 2,145 Euro für Diesel bzw. 1,752 Euro für Superbenzin. Zum Start des Osterwochenendes war tanken allerdings noch teurer als am Montag.