Regulierte Übergewinne

"Massiver Eingriff": Branche tobt über Gewinn-Deckelung

In der Mineralölbranche ist man über den staatlichen Eingriff in die Gewinnspanne beim Treibstoffhandel nicht erfreut, so die Wirtschaftskammer.
Michael Rauhofer-Redl
28.03.2026, 07:30
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Hedwig Doloszeski, Vertreterin der Mineralölindustrie in der Wirtschaftskammer, war am Donnerstag Gast im Ö1-Morgenjournal. Im Gespräch mit dem ORF-Radio erklärte sie, warum die Branche die geplanten Eingriffe in die Gewinnspanne der Mineralölkonzerne ablehnt.

Die Regierung plant, die Gewinnspanne von Raffinerien und Tankstellen zu begrenzen, wenn diese über einen Zeitraum von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent steigen.

Bruch mit bisherigem System

"Vorab kann ich sagen, dass es erstmals eine staatliche Begrenzung für die Margen von Treibstoffen gibt und wir diesen Eingriff als massiv tiefgreifend und als starken Bruch mit dem bisherigen marktwirtschaftlichen System sehen und daher auch ablehnen".

Die geplante Maßnahme berücksichtige die österreichischen Gegebenheiten nicht. Die Expertin führt aus, dass man bedenken müsse, dass die Raffinerie in Öaterreich nur die Hälfte des österreichischen Bedarfs abdecke.

Man sei also auf Logistik und Lieferströme aus dem benachbarten Ausland angewiesen. Diese politisch festgelegte Marge könnte internationale Lieferanten abschrecken. Hier seien etwa Lieferreduktionen denkbar oder sogar ein vollständiger Rückzug der Lieferanten.

Aus Sicht der Branche sei es deswegen positiv, dass die Spritpreisbremse vorerst nur für ein Monat gelte, so Doleszeski.

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