Hinter scheinbar harmlosen Spendenaufrufen können sich Terrororganisationen verbergen, die auf diesem Weg an Geld kommen möchten. Darauf macht die Finanzmarktaufsicht (FMA) in einer neuen Ausgabe ihrer Reihe "Reden wir über Geld" aufmerksam.
Unter dem Titel "Terror? Nicht mit meinem Geld!" beschreibt die Behörde, wie Menschen unbeabsichtigt Teil solcher Geldflüsse werden können. Das kann etwa über vermeintliche Spendenaufrufe, irreführende Sammelaktionen und Zahlungen über soziale Medien erfolgen.
Besonders tückisch: Terrorismusfinanzierung ist laut FMA oft schwer zu erkennen. Sie erfolge nicht offen, sondern vielfach indirekt – etwa über Vereine, Hilfsstrukturen oder viele kleine Einzelbeträge. Genau diese Vorgehensweise mache die Gefahr schwer greifbar.
Die Auswirkungen reichen bis in den Alltag. Banken und andere Finanzunternehmen seien laut Finanzmarktaufsicht gesetzlich verpflichtet, Risiken von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu prüfen. Deshalb könne es vorkommen, dass Kunden zusätzliche Angaben zum Zweck einer Zahlung oder zu Empfängern machen müssen.
Die Broschüre erklärt außerdem, was Terrorismusfinanzierung überhaupt ist, weshalb selbst gutgläubige Spenden missbraucht werden können und warum gerade bei Aufrufen in sozialen Netzwerken besondere Vorsicht geboten ist. Auch Zahlungen in Kryptowerten würden laut Behörde erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.
Als Orientierung gibt die FMA zudem Hinweise, wie Verbraucher Spendenaufrufe kritisch prüfen und sich an bekannten und transparenten Organisationen orientieren können. Ein Punkt ist hier etwa das österreichische Spendengütesiegel.
Die neue Ausgabe von "Reden wir über Geld" kann – ebenso wie alle bisherigen Ausgaben – auf der Webseite redenwiruebergeld.fma.gv.at abgerufen werden. Zudem ist das FMA-Angebot mit @redenwiruebergeld auch auf Instagram vertreten.