Eine verkorkste Fahrt kostete Michael Walchhofer die schon sicher geglaubte kleine Kristallkugel im Super-G-Weltcup. Der Kanadier Erik Guay schnappte sich diese mit dem Sieg beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen.
Kaum zu glauben, aber so hart ist der Skisport. Seit Monaten führte Walchhofer den Super-G-Weltcup an und ausgerechnet im letzten Rennen gab er die Spitzenposition aus der Hand. Beim finalen Super-G in Garmisch-Partenkirchen kam der 34-Jährige nur als 15. ins Ziel. Sein Kontrahent Erik Guay hingegen gewann das Rennen, überholte Walchhofer und darf sich nun über den Gewinn der kleinen Kristallkugel freuen.
Janka patzt, Raich holt wichtige Punkte
Für Benni Raich keimte wieder Hoffnung auf, nachdem Carlo Janka beim heutigen Rennen patzte und nur Elfter wurde. Raich hielt seine Nerven besser im Zaum und kam als Sechster ins Ziel. Damit verkürzte der Pitztaler den Rückstand im Gesamtweltcup auf 38 Punkte. Mit Top-Ergebnissen im morgigen Riesentorlauf und beim Slalom am Samstag hat der Technikspezialist noch die Chance, den Schweizer zu überholen.
Abschied von Marco Büchel
Zudem verabschiedete sich heute der sympathische Liechtensteiner Marco Büchel aus dem Weltcup-Zirkus. Der 38-Jährige fuhr unter Standing-Ovations der Zuschauer sowie Applaus der Athleten und Trainer sein letztes Rennen in schicker Abendgarderobe. Büchel feierte in seiner langen Karriere vier Weltcup-Siege und wurde unter anderem Vize-Weltmeister im Riesentorlauf.
Der Endstand beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen:
1. Erik Guay (CAN) 1:26,36 Min.
2. Ivica Kostelic (CRO) +0,39 Sek.
3. Aksel Lund Svindal (NOR) +0,63
4. Hannes Reichelt (AUT) +0,88
5. Georg Streitberger (AUT) +1,12
6. Benjamin Raich (AUT) +1,13
Weiter:
8. Mario Scheiber (AUT) +1,21
11. Carlo Janka (SUI) +1,38
15. Michael Walchhofer (AUT) +1,52
19. Marco Büchel (LIE) +59,23
Unter anderem ausgefallen:
Klaus Kröll (AUT)