Waldbrand in NÖ: Wetter-Experten mit schlimmer Prognose

Der "größte Waldbrand, den es je in Österreich gab", wütet seit Tagen im Rax-Gebiet. Jetzt haben Wetter-Experten eine schlimme Prognose.

Man könnte beinahe glauben, harmlosen Hochnebel vor sich zu haben. In Wirklichkeit herrscht aber auch über Hirschwang aktuell Kaiserwetter. Doch die Schwaden, die die Luft mit beißendem Geruch füllen, lösen sich auch bei stärkstem Sonnenschein nicht auf. Es handelt sich um Rauch!

Denn das Quellgebiet des Wiener Trinkwassers steht seit Montag in Flammen. Das Landesfeuerwehrkommando spricht vom  "größten Waldbrand, den es je in Österreich gab".

Wie es überhaupt zu dieser Katastrophe kommen konnte, erklärten am Mittwoch die Experten der Österreichischen Unwetterzentrale UWZ.

Zu wenig Regen in ganz Österreich

Ihre Auswertung der Wetter-Station Reichenau an der Rax zeigt einen dramatischen Mangel an Niederschlag: "September: 28 l/m² Regen (langjähriges Mittel 97 l/m²), Oktober: 29 l/m² Regen (statt 67 l/m²)".

Das erschütternde Fazit der Experten: "Macht im Herbst bislang ein Minus von 65 Prozent". Dabei ist Reichenau aber bei weitem nicht die einzige Region, wo das Gros des Regens ausgeblieben ist:

Niederschlagsabweichung vom Klimamittel (1991 bis 2020).
Niederschlagsabweichung vom Klimamittel (1991 bis 2020).UBIMET

Schlimme Prognose

Kein Wunder also, dass trotz des unermüdlichen Einsatzes von hunderten Feuerwehr-Kräften mit Luftunterstützung durch Bundesheer- und Polizei-Helis die Flammen in dem schwer zugänglichen und staubtrockenen Waldgebiet weiter wüten. Mehr als 115 Hektar wurden bereits vernichtet.

Vernichtend für die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Löschanstrengungen ist auch die neuste Prognose der UWZ-Meteorologen: "Der aufkommende Südföhn in den nächsten Tagen dürfte die Flammen weiter anfachen..."

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